<%@ LANGUAGE="JSCRIPT" %><%Response.Redirect("http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3363&Alias=wahlen")%> Nationalratswahl 2002

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Der Wahlkampf 2002

Nationalratswahl 2002Auf diesen Seiten sind die Positionen der Parteien, die bei den Nationalratswahlen 2002 antreten, zu wesentlichen Themen (von Abfangjäger bis Verwaltungsreform) vermerkt.

Weiters finden Sie hier Interviews mit den Parteiobleuten, die sowie Links zu den Spitzenkandidaten und den Programmen.

Meinungsumfragen

20.11. Rot-schwarz präferiert: Rot-Schwarz ist die bei den Österreichern laut OGM (für "Format" ) die beliebteste Koalitionsvariante. 33 Prozent wollen die beiden Großparteien gemeinsam regieren sehen, 25 Prozent wünschen sich ein rot-grünes Bündnis. Nur 14 Prozent wollen eine Fortsetzung der schwarz-blauen Wenderegierung.
Gefragt wurde auch nach der ungeliebtesten Variante. Hier wird von 37 Prozent Schwarz-Blau genannt, 31 Prozent sind gegen Rot-Grün. Rot-Schwarz wird nur von drei Prozent völlig abgelehnt.

18.11. Gusenbauer kompetent: Alfred Gusenbauer (SPÖ) vermittelt laut einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes die höchste soziale Kompetenz und Problemlösungsfähigkeit unter den Spitzenkandidaten. Alexander Van der Bellen (Grüne) liegt bei der Problemlösungkapazität voran und ist in der emotionalen Stabilität führend. Schlecht schneidet Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) ab, der in den Bereichen "Soziale Kompetenz" und "Emotionale Stabilität" sogar hinter Herbert Haupt (FPÖ) liegt. Befragt wurden zwischen 11. und 17. November bundesweit 780 Personen.

Umfrage 17.11.17.11. ÖVP voran: Isma (500 Befragte) sieht die ÖVP bei 38 bis 40 und die SPÖ bei 35 bis 37 Prozent. Laut dem Institut halten die Grünen bei zehn bis zwölf Prozent vor den Freiheitlichen mit neun bis elf Prozent.
14.11. Kopf an Kopf: Gallup (500 Befragte) sagt für "News" ein Kopf an Kopf-Rennen von SPÖ und ÖVP mit je 39 Prozent voraus. Die Grünen halten bei elf Prozent, die Freiheitlichen bei neun Prozent.

11.11. Hohe Wahlbeteiligung: In einer market-Umfrage gaben 86 Prozent der Österreicher an, "auf jeden Fall" zur Wahl gehen zu wollen, weitere sieben Prozent werden "wahrscheinlich" von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Nur drei Prozent gehen "sicher nicht", zwei Prozent "wahrscheinlich nicht" wählen. Bei den letzten Wahlen im Jahr 1999 erreichte die Wahlbeteiligung mit 80,4 Prozent den Rekordtiefstand in der Zweiten Republik.
Bei der Umfrage - mit 400 Befragten im Zeitraum vom 5. bis 6. November - wurden auch die von den Parteien im Wahlkampf kommunizierten Themen abgefragt. 44 Prozent attestieren der ÖVP Themenführerschaft, 36 Prozent der SPÖ, 18 Prozent den Grünen und 13 Prozent der FPÖ. Je zwei Prozent attestierten dem Liberalen Forum und der KPÖ, "die richtigen Themen" anzusprechen.

9.11. Comeback der großen Koalition: Die Österreicher stehen einem Comeback der großen Koalition aufgeschlossen gegenüber.

  • Umfrage 09.11.Für OGM (für "OÖN", "Kleine" und "Tiroler Tageszeitung"/Sample 801) fand eine Koalition von ÖVP und SPÖ mit 31 Prozent den meisten Anklang. Platz zwei geht an Rot-Grün mit 25 Prozent, an dritter Stelle rangiert die derzeitige Koalition mit ÖVP und FPÖ mit 16 Prozent. Mit 39 Prozent wäre die SPÖ knapp vor der ÖVP mit 38 Prozent Erste. Die Grünen mit 11 Prozent vor den Freiheitlichen mit 10 Prozent.
  • market (für "Standard"/Sample 400) wertet die gleichen Zahlen aus.
  • OGM (für "Format"/Sample 500) sieht SPÖ bei 38 Prozent ebenfalls einen Prozentpunkt vor der Volkspartei (37). Die Grünen (13 Prozent) verweisen die FPÖ (11 Prozent) auf Platz vier.
  • Gallup (für "News") sieht die ÖVP bei 39 Prozent, die SPÖ bei 38. Die Grünen auf Platz drei bei zwölf Prozent, die FPÖ bei neun Prozent. Hier hätte Rot-Grün eine hauchdünne Mehrheit gegenüber Schwarz-Blau.
  • Bei market, Gallup und OGM lautet das Verhältnis 50:48 (bei der kleineren OGM-Umfrage 51:48).

1.11. Zwölf Prozent Nichtwähler: Ein Drittel der Wahlberechtigten hat sich noch nicht festgelegt, 61 Prozent sind sich schon heute ganz (43) oder eher (18) sicher, welcher Partei sie ihre Stimme am 24. November geben werden, zeigt eine im Auftrag der Wiener Zeitung von Fessel-GfK bei 500 Österreichern zwischen dem 22. und 24. Oktober durchgeführte Meinungsforschung. Aus ihr geht auch hervor, dass 12 Prozent nicht zur Wahl gehen wollen. 65 Prozent wollen ganz sicher, 11 Prozent ziemlich sicher wählen.

Stammwähler-Präferenzen1.11. Treue SPÖ-Wähler: Die "Parteitreue" ist bei jenen, die nun SPÖ wählen wollen, am höchsten: 34 Prozent der Wahlberechtigten, die immer die selbe Partei gewählt haben, wollen der SPÖ ihre Stimme geben, 30 Prozent der ÖVP, 4 Prozent der FPÖ und 5 Prozent den Grünen.
Von jenen, die bei früheren Nationalratswahlen "ab und zu eine andere Partei gewählt haben", wollen sich 22 Prozent für die SPÖ, 29 Prozent für die ÖVP, 3 Prozent für die FPÖ und 11 Prozent für die Grünen entscheiden. (Fessel-GfK/Wiener Zeitung)

29.10. Junge wählen grün: Bei den Jungwählern hätten die Grünen die relative Mehrheit, wären am Sonntag Nationalratswahlen. Dies geht aus einer vom Klagenfurter Humaninstitut veröffentlichten Umfrage hervor. Nach dieser Befragung von Österreich-weit 670 Jugendlichen könnten die Grünen mit 28 Prozent der Stimmen rechnen, die SPÖ mit 23 Prozent, die ÖVP mit zwölf und die FPÖ mit neun Prozent. 24 Prozent wollten keine Angaben machen. Der Untersuchungszeitraum der Umfrage war vom 21. bis 26. Oktober 2002.

19.10. SPÖ überall voran: Fünf Wochen vor der Nationalratswahl liegt die SPÖ in allen Umfragen klar an erster Stelle. Es zeichnet sich dabei ein Wert von 37 Prozent ab. Ein Rennen um den dritten Platz scheinen sich indessen Freiheitliche und Grüne zu liefern:

  • Gallup 19.10.2002Gallup (für "News") sieht die SPÖ derzeit bei 37 Prozent, die ÖVP bei 35 Prozent sowie Grüne und FPÖ jeweils bei 13 Prozent.
  • OGM (für "Format") ortet die SPÖ ebenfalls bei 37 Prozent, die ÖVP auch bei 35 Prozent. Hier liegen die Grünen mit 13 Prozent allerdings schon vor den Freiheitlichen mit zwölf Prozent.
  • market (für den "Standard") sieht die SPÖ bei 37 Prozent, die ÖVP bei 36 Prozent. Die FPÖ läge klar auf Platz drei mit 15 Prozent, die Grünen kämen auf elf Prozent.

3.10. SPÖ 38 Prozent: Laut OGM (für "Format") käme die SPÖ derzeit auf 38 Prozent der Stimmen, die ÖVP könnte gegenüber der Umfrage der Vorwoche von 33 auf 35 Prozent zulegen. Die FPÖ käme nur mehr auf 13 Prozent, ebenso die Grünen.

28.9. Kopf an Kopf: ISMA (für "Profil") sieht die SPÖ mit 36 bis 38 Prozent nur noch knapp vor der ÖVP mit 35 bis 37 Prozent. Die Grünen würden derzeit zwischen 14 und 16 Prozent der Österreicher wählen. Die FPÖ ist in der Wählerzustimmung auf 10 bis 12 Prozent abgerutscht.

Meinungsumfragen: Kein Veröffentlichungs-Verbot

Die Frage, wie und ob die Veröffentlichung von Meinungsumfragen Wahlkämpfe oder Wahlergebnisse beeinflussen könne, war auch in Österreich mehrmals Gegenstand der Diskussion. Beschränkungen gibt es nämlich in etlichen EU-Staaten: in Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien. Besonders lang ist der Zeitraum einer eingeschränkten Veröffentlichung von Meinungsumfragen in Luxemburg: ein Monat vor der Wahl.

In Österreich beschäftigte sich eine parlamentarische Enquete-Kommission zwei Jahre lang mit dem Thema. Im Februar legte sie ihre Empfehlungen vor. "Gesetzliche Maßnahmen zur Beschränkung der Veröffentlichung von Wahlprognosen innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor einer Wahl werden als nicht zielführend angesehen", heißt es darin. Begründet wurde dies mit ExpertInnenaussagen: So hatten MedienvertreterInnen und MeinungsforscherInnen das Argument der Meinungs- und Pressefreiheit angeführt. Auch wiesen sie auf zahlreiche Umgehungsmöglichkeiten eines Verbots hin - etwa durch Veröffentlichung im Internet.

Die Erstellung und Veröffentlichung von Meinungsumfragen sollte aber genauen Richtlinien entsprechen, war sich die Kommission einig. Derartige Regelungen habe beispielsweise die European Society for Opinion and Marketing Research ausgearbeitet.

Martyna Czarnowska, Wiener Zeitung 22.11.2002