Schreibmaterial

Ein Handlanger der Poesie

  • Der Bleistift ist vielen Schriftstellern ein geheiligtes Instrument ihrer poetischen Welterfassung - und Gegenstand derselben.

"Der Bleistift roch nach Rosmarin": Mit welch sinnlichem Zauber lud Peter Handke doch dieses buchstäblich hölzerne Schreibutensil auf! Der Satz entstammt seinem Journalband "Phantasien der Wiederholung", wo der Autor das ihm entsprechende "Werkzeug" vorstellt: "Nicht die Kamera, auch nicht der Pinsel oder die Schreibmaschine... weiter




Erlesen

Holländer in Südtirol, Belgien und Polen

Nach 23 Jahren ist die flämische und niederländische Literatur also wieder "Ehrengast" der Frankfurter Buchmesse. Damals war sie für die meisten deutschsprachigen Leser ziemliches Neuland, seither hat sich das grundlegend geändert. Namen wie Cees Nooteboom, Harry Mulisch, Hugo Claus, Margriet de Moor oder Connie Palmen gehören ganz... weiter




Lyrik erlesen

Atmungsvorgang aus Versen7

In den Jahren 1965/66 entspann sich im Umfeld der Literaturzeitschrift "Akzente" eine rege Diskussion in Sachen Lyrik. Auslöser waren Walter Höllerers "Thesen zum langen Gedicht". Dieses "Programm" wollte der klassischen Poesie eines Paul Celan, eines Gottfried Benn, einer Ingeborg Bachmann etwas Neues entgegensetzen... weiter




Vor 400 Jahren geboren: Andreas Gryphius (1616-1664). - © Wikimedia Commons

wiedergelesen

Schöne Verse aus dem Tal der Finsternis1

Der schnelle Tag ist hin. Die Nacht schwingt ihre Fahn Und führt die Sternen auf. Der Menschen müde Scharen Verlassen Feld und Werk. Wo Tier und Vögel waren, Traurt itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! Der Port naht mehr und mehr sich zu der Glieder Kahn. Gleich wie dies Licht verfiel, so wird in wenig Jahren Ich, du, und was man hat... weiter




Gut gelaunter Nachlass: Das Buch des Ende August verstorbenen Pieter Steinz.

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Fundstücke aus den Niederlanden1

Das Lesen von Romanen ist bekanntlich eine Sucht, allerdings eine nicht sehr ungesunde. Einst von den Pädagogen als ebenso brandgefährlich eingestuft wie später der Film, dann das Fernsehen und heute das Internet, fristet es inzwischen eine geduldete Nischenexistenz. Die erwähnten Pädagogen, immer das Wohl der Menschheit im Blick... weiter




Robinson Crusoe, Abbildung aus der tschechischen Ausgabe von 1894. - © Public domain, Walter Paget, scanned by jkb

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Robinsonade als Metapher1

Es wird nicht überraschen, dass ich als Schüler "Robinson Crusoe" gelesen habe. Als ich kürzlich in meinen Bücherregalen stöberte, fiel mein Blick beiläufig auf das Buch, welches ich in den vergangenen Jahrzehnten allenfalls bei Übersiedlungen kurz in der Hand gehabt hatte. Ich griff nach dem Band, dessen genauerer Titel ("Die seltsamen und... weiter




Literatur

Sommergerüche und Daseinsfragen7

Ob der heurige Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt ein ganz ordentlicher oder ein eher dürftiger Jahrgang war, darüber gehen die Meinungen wie immer auseinander. Fest steht immerhin, dass uns dieses Mal wenigstens die ermüdende Quotendebatte erspart geblieben ist. Sieben Herren und sieben Damen haben gelesen - perfekte Gleichstellung... weiter




Ingeborg Bachmann, geboren vor 90 Jahren, am 25. 6. 1926, gestorben am 17. 10. 1973. Foto: Ullstein/Getty Images

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"Kommt her, ihr Böhmen alle . . ."4

Sind hierorts Häuser grün, tret ich noch in ein Haus. Sind hier die Brücken heil, geh ich auf gutem Grund. Ist Liebesmüh in alle Zeit verloren, verlier ich sie hier gern. Bin ich’s nicht, ist es einer, der ist so gut wie ich. Grenzt hier ein Wort an mich, so laß ich’s grenzen. Liegt Böhmen noch am Meer, glaub ich den Meeren wieder... weiter




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