• vom 10.05.2012, 13:21 Uhr

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Update: 11.05.2012, 13:52 Uhr
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Microsoft versucht, den Internet Explorer zu privilegieren

Der Browserkrieg ist wieder entflammt


Von Francesco Campagner

  • Mozilla und Google wehren sich.

Die Browser-Welt ist bunt, Microsoft will aber die Vorherrschaft des Internet Explorers zementieren.

Die Browser-Welt ist bunt, Microsoft will aber die Vorherrschaft des Internet Explorers zementieren.WZ / Microsoft, Mozilla, Google, Opera Die Browser-Welt ist bunt, Microsoft will aber die Vorherrschaft des Internet Explorers zementieren.WZ / Microsoft, Mozilla, Google, Opera

Microsoft macht sich unbeliebt. Der US-Konzern versucht seine Konkurrenten vom Browsermarkt bei Smartphones und Tablets fernzuhalten. Lange Jahre ging diese Taktik am PC-Sektor gut, ehe Verfahren in den USA und Europa Microsoft zum Einlenken zwangen. Die freie Wahl des Browsers ließ dann auch erwartungsgemäß den Marktanteil des Internet Explorers, der zeitweilig  über 90 Prozent betrug, kräftig fallen.

Doch in Redmond hat man aus der Vergangenheit scheinbar keine Lehren gezogen. Nun versucht Microsoft bei der Windows-Version RT, die für ARM-Rechner (etwa für Smartphones und Tablets) gedacht ist, nur dem IE volle Zugriffsrechte zu garantieren. Die anderen Browser wären zu unsicher, argumentiert der Welt-Konzern. Dabei galt gerade der IE in der Vergangenheit als besonders unsicherer Browser.

Die Hauptkonkurrenten am Browsermarkt haben sich aber schon zu wehren begonnen. Mozilla, das mit Firefox das zweitbeliebteste Produkt entwickelt hat,  meldete sich in einem Blog-Beitrag zu Wort. Und auch Google hat den Ernst der Situation erkannt und - wie das Online-Portal Cnet.com berichtet - offiziell mitgeteilt, dass man die Sorge von Mozilla teile.
Microsoft selbst versucht sich mittlerweile mit einer Hinhaltetaktik.  Als Hauptargumente für den Bann der anderen Browser wird einerseits die Sicherheitsfrage ins Treffen geführt, andererseits wird behauptet, dass es sich bei Windows RT um kein klassisches Windows handle.

Weit wird Microsoft mit dieser Taktik allerdings nicht kommen. Zwar haben weder Google noch Mozilla bereits rechtliche Schritte angekündigt, doch der Druck wird auch so von den Wettbewerbshütern sowohl in den USA als auch in Europa schnell wachsen. Und millionenschwere Strafen kann sich auch der Redmonder Konzern nicht leisten.




Schlagwörter

Google, Browser, Microsoft, Tablets, Mozilla

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-10 13:23:18
Letzte Änderung am 2012-05-11 13:52:16


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