• vom 04.10.2012, 18:19 Uhr

Analysen

Update: 04.10.2012, 18:59 Uhr
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Analyse

Obama war zu passiv



  • Der Präsident ließ seinen Herausforderer einfach gewähren.

(aum) Barack Obama hat in der ersten TV-Debatte die plausibelste Taktik gewählt, nämlich die eines Mannes, der in Führung liegt: Er hat versucht, ohne großes Risiko das Match nach Hause zu spielen. Immer ruhig, immer sachlich, wenig aggressiv. Es gab keine Anspielung auf die berühmten 47 Prozent Sozialschmarotzer von Romney. Er ließ den Republikaner quasi kampflos Obamas ureigensten Themen aneignen, wie Überparteilichkeit und Entstaubung Washingtons. Auch bei der Gesundheitsreform des Präsidenten, die Romney kritisiert, aber in ähnlicher Form in Massachusetts durchgesetzt hat, ließ er den Gouverneur ungeschoren davonkommen. Die Taktik, auf unentschieden zu spielen, war verständlich, da vom bisher hölzernen und rhetorisch mauen Romney nicht viel zu erwarten war. Das Resultat: Der Republikaner konnte mit seiner bisher besten Leistung punkten. Obamas Berater sehen darin etwas Positives: einen Weckruf für den Präsidenten.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-04 18:26:02
Letzte Änderung am 2012-10-04 18:59:03


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