• vom 06.03.2012, 11:34 Uhr

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Update: 06.03.2012, 12:22 Uhr

Cities fit for cycling

Sicherer Strampeln




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Von Matthias Bernold

  • Nach Großbritannien startet auch in Italien Sicherheitskampagne für Radfahrer
  • "Cities fit for cycling" soll das Radfahren sicherer machen.
  • Die "Wiener Zeitung" unterstützt die Kampagne in Österreich.

Aus Anlass des Unfalls einer Times-Reporterin, die vergangenen November auf dem Weg in die Londoner Redaktion von einem Lkw überfahren wurde und seither im Wachkoma liegt, startete die britische Times die Fahrrad-Sicherheitskampagne Cities fit for cycling. Unterstützt von Zehntausenden Menschen schaffte es die Initiative bis ins britische Parlament. Jetzt greift die Kampagne auch auf andere Länder über. In Österreich unterstützt die "Wiener Zeitung" die Sicherheitskampagne.

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Mary Bowers, Chronik-Reporterin für die Times, Sängerin, passionierte Radfahrerin, (und meine ehemalige Studienkollegin an der Columbia Universität in New York) wird vermutlich nie wieder ihr Bewusstsein zurückerlangen. Die 27-Jährige befindet sich aufgrund schwerer Gehirnverletzungen seit mehreren Monaten im vegetativen Zustand.

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Die Times hat aus Anlass des Unfalls und vor dem Hintergrund von mehr als 27.000 getöteten oder schwer verletzten Radfahrern in den vergangenen zehn Jahren Anfang Februar die Kampagne "Cities fit for Cycling" ins Leben gerufen: Zwei Tage lang widmete die Zeitung dem Thema ihr Titelblatt, dazu schuf man auf der Homepage einen eigenen Kanal, wo Leser ihre persönlichen Erfahrungen im Straßenverkehr schildern und eine Petition für mehr Sicherheit für Fahrräder unterschreiben können, die an britische Parlamentsabgeordnete ging. Am 23. Februar wurden die Forderungen der Kampagne – unter anderem Zusatzspiegel für Lkw, ein Redesign der 500 gefährlichsten Kreuzungen und Mehrinvestitionen in den Ausbau von Radanlagen von 100 Millionen Pfund im Jahr – im britischen Unterhaus debattiert.

Inzwischen hat die italienische Gazzetta dello Sport, die mit 4,3 Millionen Lesern täglich meist gelesene Sportzeitung Italiens, die Kampagne aufgegriffen und ein Solidaritäts-E-Mail-Konto eingerichtet.


© WZ Online, Quelle: Statistik Austria, BMVIT © WZ Online, Quelle: Statistik Austria, BMVIT

Was die Rad-Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge angeht, zeigt sich in Österreich für 2011 leider ein Aufwärtstrend. Statt 2.021 Unfälle wie im ersten Halbjahr 2010 ereigneten sich im ersten Halbjahr 2011 2.587 Unfälle. Das bedeutet  einen Anstieg von 28%. Weil allerdings im selben Zeitraum die Zahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Fahrten deutlich zunahm, betonen etwa Experten im Verkehrsministerium, dass Fahrradfahren dennoch sicherer geworden sei. Schwachpunkt der Unfallstatistik ist allerdings, dass sie lediglich auf Angaben der Bundespolizei beruht, nicht aber die Daten aus den Unfallkrankenhäusern berücksichtigt. Während die Polizei etwa im Jahr 2009 5.496 Unfälle mit Fahrradfahrern verzeichnete, zählten die Unfallabteilungen im selben Jahr mehr als 20.000 Verletzungen nach Radunfällen.

Was die Rad-Unfälle mit schweren Verletzungen angeht, sind diese in Österreich im Jahr 2011 leider angestiegen. Von Jänner bis November ereigneten sich XXXX Unfälle: Ein Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings fuhren 2011, wie die Dauerzählstellen etwa in Wien zeigen, mehr Menschen Rad als je zuvor.

Schwachpunkt der Statistik ist, dass sie lediglich die Verkehrsunfälle erfasst, die auf Angaben der Bundespolizei beruhen, nicht aber die Daten aus den Unfallkrankenhäusern berücksichtigt. Während die Polizei etwa im Jahr 2009 5.496 Unfälle mit Fahrradfahrern verzeichnete, zählten die Unfallabteilungen im selben Jahr mehr als 20.000 Verletzungen nach Radunfällen.


© WZ Online, Quelle: Statistik Austria, BMVIT © WZ Online, Quelle: Statistik Austria, BMVIT




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-03-06 11:42:36
Letzte Änderung am 2012-03-06 12:22:01


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