Als wir am vergangenen Donnerstag abend im neuen Fahrradhaus beim Jour Fixe der Radlobbys Argus und IG-Fahrrad das Radmanifest von Wiener Zeitung und IG-F diskutierten, erwähnte einer der Anwesenden die 8-80-Regel, die ich ziemlich klug finde. Kurz gefasst geht es darum, dass jede Fahrbahn, jeder Gehweg und jede Radanlage dafür geeignet sein sollte, dass sowohl ein achtjähriger als auch ein 80-jähriger Mensch darauf gefahrlos unterwegs sein kann. Klingt eigentlich selbstverständlich. Wer allerdings je mit seinem Kind im Volksschulalter in der Stadt auf dem Fahrrad unterwegs war, weiß, dass viele Straßenstücke diesen Kriterien nicht entsprechen.
Fahrrad-Aktivist Doug Culnane hat mir den Link zur kanadischen NGO "8-80Cities" zukommen lassen, die das Konzept entwickelt hat. Die NGO hat sich der Mission verschrieben, "lebendige Städte und gesunde Gemeinschaften zu schaffen, deren Bewohner glücklicher zusammen leben und sich des öffentlichen Raums erfreuen können". Dazu macht sich die Organisation für Fußgänger und Radfahrerinnen stark, plädiert für Grünzonen und Parks im Stadtgebiet und für eine kreative Nutzung des öffentlichen Raums.
Missions-Statement im Original-Wortlaut:
Our goal is to contribute to the creation of vibrant cities and healthy communities, where residents live happier and enjoy great public places. We promote walking and bicycling as activities and urban parks, trails and other public spaces as great places for all. These activities and public spaces improve our environment, advance economic development, boost and complement our transportation systems, make better recreation for all, and enhance our personal and public health.
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