• vom 10.05.2012, 14:27 Uhr

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Update: 14.05.2012, 22:41 Uhr

Radmanifest

Der Falter berichtet über das Wiener Radmanifest




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Von Matthias Bernold

  • "Die Gefahr geht immer vom motorisierten Verkehr aus"

Im aktuellen Falter (Nr. 19/2012) widmet sich Bettina Figl

im Ressort Stadtleben dem Radmanifest von Wiener Zeitung und Radlobby.at. Hier: Der Bericht in Auszügen:

"Alec Hager von der IG-Fahrrad und der passionierte

Rad-Blogger und -Twitterer Matthias Bernold, früher selbst einmal beim Falter tätig, adaptierten die Forderungen für die österreichische Situation und erweiterten das Londoner Manifest unter Einbeziehung von Leserfeedback auf inzwischen zehn Punkte. Und das war erst der Anfang."

"Im Wiener Fahrradmanifest finden sich von Aktivisten seit Jahren ins Spiel gebrachte Forderungen nach Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht, nach mehr Fahrradabstellplätzen oder Fahrradverträglichkeitsprüfungen beim Straßenbau; fünf Prozent des Straßeninfrastrukturbudgets sollten prinzipiell für den Radverkehr aufgewendet werden. Außerdem soll in Städten grundsätzlich Tempo 30 gelten, finden Hager und Bernold. Doch wie realistisch ist das? "Es geht hier nicht um den Gürtel. Aber 50 Stundenkilometer sollen die Ausnahme sein",sagt Alec Hager, der auf eine Resolution des EU-Parlaments verweist, die ebenfalls Tempo 30 in den Großstädten empfiehlt."

"Das Manifest ist gespickt mit hehren Zielen, führt etwa

die "Vision Zero" ins Treffen, wonach Straßen so gestaltet sein sollen,
dass es auf ihnen keine Toten oder Schwerverletzten mehr gibt. Oder man fordert, dass Straßen auch für Volksschulkinder sicher sind. Doch kann man Kinder auf Wiens Straßen radeln lassen? In verkehrsberuhigten Zonen sei das möglich, sagt Hager. Genau davon brauche es mehr, und Radfahrer müssten stärker
in den Verkehr integriert werden. "Die Gefahr geht immer vom motorisierten Verkehr aus", sagt er und beschreibt, wo diese in Wien lauert: "Abbiegende Autos, unsichere Kreuzungen und zu enge Radwege."

"Also gilt es, Radfahren noch attraktiver zu machen."Der Glaube, dass das Auto die rascheste Fortbewegung ist, stammt aus den

1950er-Jahren", sagt Hager."

 "Für Matthias Bernold ist das Fahrradmanifest auch

Beitrag in einer Debatte um eine Neuverteilung des öffentlichen Raums.
"Wir wollen die Dominanz der Autos im Stadtbild zurückdrängen", sagt er. "Nur 30 Prozent der Verkehrsteilnehmer in Wien sind Autofahrer, aber sie nehmen den Großteil des Platzes in Anspruch."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-05-10 14:32:28
Letzte Änderung am 2012-05-14 22:41:14


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