
"Ich fahre nicht mit dem Rad, um meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern - ich fahre, weil es Spaß macht", schreibt David Byrne, der Frontman der Pop-Gruppe Talking Heads (und Autor des Buches Bicycle Diaries) in seinem Kommentar für die Sonntagsausgabe der New York-Times. Mit Mobilität Spaß zu haben und dabei örtliche, soziale und ökonomische Barrieren zu überwinden, darauf zielt das neue Bike Sharing-Konzept, das diesen Sommer in New York City eingeführt wird. Und Byrne ist voll des Lobs dafür:
"THIS summer the citys Department of Transportation inaugurates a new bike-share program. People who live and work in New York will be able to travel quickly and cheaply between many neighborhoods. This is major. It will make New Yorkers rethink their city and rewrite the mental maps we use to decide what is convenient, what is possible. Parks, restaurants and friends who once seemed beyond plausible commuting distance on public transportation will seem a lot closer. The possibilities arent limitless, but the change will be pretty impressive."
Wie immer, wenn sie eine Sache gut finden, packen die US-Amerikaner mit voller Kraft an. Da gibt es keine halben Sachen. So lobt der britische Musiker dann auch die Dimension des Projekts, gegen das bestehende Systeme in vielen anderen Städten alt aussehen.
"The program will start with 420 stations spread through the lower half of Manhattan, Long Island City and much of western Brooklyn; eventually more than 10,000 bikes will be available. It will cost just under $10 for a days rental. The charge includes unlimited rides during a 24-hour period, as long as each ride is under 30 minutes. So, for example, I could ride from Chelsea to the Lower East Side, from there to food shopping, later to the Brooklyn Academy of Music, and after that, home. This system is not geared for leisurely rides up to the George Washington Bridge or to Coney Island. This is for getting around."
Zum Vergleich: In Wien standen im Jahr 2011 laut Webpage 1.200 Citybikes an 92 Stationen zu Verfügung, und das System wird ständig erweitert. Zurück zu Byrne: Der streicht in seinem Artikel nämlich auch den Zusammenhang von Fahrradnutzung und Arbeitsmarkt hervor und erinnert an die Tatsache, dass viele lateinamerikanische Städte ihre Straßen an Sonntagen für den motorisierten Verkehr sperren. (Genau das gehört meiner Meinung nach übrigens auch in Wien an Sonntagen mit der Ringstraße gemacht .) Byrne:
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