• vom 11.07.2012, 08:31 Uhr

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Update: 12.07.2012, 16:59 Uhr

Schulbildung

"Hoping for Fahrtwind"




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Von Matthias Bernold

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  • FM4-Moderator Chris Cummins mit Charity-Radtour durch Uganda

Chris Cummins fährt dorthin, wo es wirklich heiß ist. Foto: privat

Chris Cummins fährt dorthin, wo es wirklich heiß ist. Foto: privat Chris Cummins fährt dorthin, wo es wirklich heiß ist. Foto: privat

Im Oktober bricht FM4-Journalist Chris Cummins zur heißesten Reise seines Lebens auf: 450 Kilometer will der Brite durch Uganda radeln. Ziel dabei: Geld zu sammeln für Schulprojekte in Afrika.

 "Es gibt in Afrika einen immensen Hunger für Bildung, den man sich bei uns gar nicht vorstellen kann", sagt Cummins bei einem Gespräch letzte Woche und nach einer kurzen Fahrt mit dem Metallhasen. Viel habe sich in den letzten Jahren in Afrika geändert. Allerdings, so Cummins, hielten die Schulen dem Ansturm nicht stand. "Es ist zwar leichter heute als je zuvor, Bildung zu bekommen. Aber die Schulen sind schlecht ausgestattet. Es fehlt an Klassenzimmern, Lehrern, Unterrichtsmaterial. An so gut wie allem."

Vergangenes Jahr erfuhr er dann beim Salzburg Global Seminar vom Projekt der NGO LINK, das darauf abzielt die Bildungsstandards in Uganda, Malawi, Südafrika und Äthiopien durch gezielte finanzielle Unterstützung zu verbessern. Eine Charity Radtour quer durch das Land (26.Oktober bis 4. November 2012), organisiert von LINK soll Sponsorengelder einbringen. Jeder, der 15 bis 20 Teilnehmer, muss zuvor mindestens 2.750 britische Pfund (knapp 3.500 €) zusammen sammeln, die an die Schulen gehen. Cummins hat zu diesem Zweck eine eigene Spenden-Homepage eingerichtet, über die ihm Geld zur Verfügung gestellt werden kann.

Der Bezug zu Afrika ergab sich für Cummins gleich nach Abschluss seines Studiums, als er für ein Praktikum nach Ghana ging, um dort für einen Radiosender zu arbeiten. "Der Charity Aspekt ist das eine", sagt Cummins offen, "aber natürlich freue ich mich auch enorm, wieder einmal das Land zu besuchen". Nachsatz: "If you go to Africa once, it stays in your heart forever".450 Kilometer klingt für geübte Radfahrer nicht nach einer gewaltigen Anstrengung, erklärt Cummins, allerdings finde die Tour unter der Äquator-Sonne Afrikas bei 40 Grad plus statt. "Ich bin ja eher ein blasser Typ", lacht Cummins, "und fühle mich eigentlich wohler, wenn es kühl ist und schneit. Ich weiß also, dass ich leiden werde". In dieser Situation bleibe ihm nur eine einzige Hoffnung: "Hoping for Fahrtwind".




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-07-10 10:31:42
Letzte Änderung am 2012-07-12 16:59:47


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