• vom 03.10.2012, 09:56 Uhr

Freitritt

Update: 03.10.2012, 10:59 Uhr

Grenzen des Wachstums

Italien: Mehr Fahrräder als Autos verkauft




  • Artikel
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias Bernold

  • Freitritt

Radfahrerin in Milan

Radfahrerin in Milan Radfahrerin in Milan

Zum ersten Mal seit 1945 wurden in Italien mehr Fahrräder als Autos verkauft. Das berichten verschiedene italienische und internationale Medien. Rund 1,750,000 Fahrräder waren es im Jahr 2011. Das sind um zehn Prozent mehr als im Jahr davor.  Im selben Zeitraum sanken die Verkaufszahlen bei den Pkw um ein Fünftel: Auf 1,748 Millionen. Die Zahl der Pkw-Neuanmeldungen liegt damit auf dem Niveau von 1964.

Grenze des Wachstums?

Als Ursache für die mangelnde Kfz-Begeisterung unserer südlichen Nachbar gilt die Wirtschaftskrise. Weit in der Vergangenheit liegen die Zeiten, als Italien auch mit Hilfe einer boomenden Kfz-Industrie ein miracolo economico erlebte. Dazu kommen Faktoren, die den Freiheitstraum Automobil ins Gegenteil verkehren: Staus, Lärm, Abgase und eine gehörige finanzielle Belastung durch gestiegene Benzinpreise, Parkraumbewirtschaftung und rigide Strafen für Verkehrsübertretungen.

Und noch ein weiterer Faktor kommt dazu, wie ihn etwa La Repubblica ins Treffen führt: Die Italiener haben die Freude am Radfahren wieder für sich entdeckt. Molto bene!




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-10-03 09:57:52
Letzte Änderung am 2012-10-03 10:59:02


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Wien stellt Radfahrern Luft zur Verfügung

Werbung




 In der ehemaligen Zollamtsschule in Erdberg kamen am Montag am frühen Abend die ersten Flüchtlinge an um in das als Übergangsquartier gedachte Gebäude einzuziehen.

Das frisch vermählte Paar am Sonntag. Der japanische Vulkan Ontake ist ausgebruchen.Viele Bergsteiger wurden völlig überrascht, 31 Menschen starben. Wegen starker Schwefelschwaden mussten die Bergungsarbeiten immer wieder unterbrochen werden.

Die Regierung traf sich zur Klausur in Schladming. Der Empfang war herzlich, die Mienen noch etwas steif. Ab Montag stellen sich Junckers neue EU-Kommissarinnen und Kommissare den Hearings. Wir haben Ihnen einen übersichtlichen Zeitplan der Anhörungen als Fotostrecke zusammengestellt.

Werbung