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Update: 06.10.2012, 11:57 Uhr
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Fahrrad-Initiative ruft zu zivilem Ungehorsam auf


Von Matthias Bernold



Die TAZ brachte in ihrer Freitags-Ausgabe (5. Oktober 2012) ein spannendes Interview mit Bernhard Stoevesandt, dem Mitbegründer der Initiative "Ja, wir sind Kampfradler_innen", die zu zivilem Ungehorsam und der Missachtung der Verkehrsregeln aufruft.  Und zwar solange, bis Verkehrsregelen und Straßeninfrastruktur nicht länger Autos gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern bevorzugen, sagt der in Bremen lebende diplomierter Physiker. Hier das Interview in Auszügen:

Zum Zweck der Kampagne:

"Wir bekennen uns dazu, die Verkehrsregeln so lange zu übertreten, bis es gleiche Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer gibt. Radfahrer werden von der Verkehrspolitik nicht mitgedacht, die Regeln sind so gemacht, dass die Leute Auto fahren sollen. Deshalb haben Radler oft gar keine Möglichkeit, sich an die Verkehrsordnung zu halten."

Zum Thema ziviler Ungehorsam im Straßenverkehr:

"Wir haben es satt, als Randerscheinung wahrgenommen zu werden und uns den Autos und Lkw unterordnen müssen. Wenn die Radwege schlecht sind, nehmen wir uns die Straße." 

Wo Radfahrer benachteiligt werden:

"Viele Ampeln sehr fahrradfeindlich geschaltet – mit Wartephasen, die keinem Auto zugemutet würden. An manchen Kreuzungen müssen Fußgänger und Radler an drei verschiedenen Ampeln warten [erinnert mich irgendwie an die Kreuzung bei der Urania. Anm.) , damit die Autos in alle Richtungen abbiegen können. Wenn es Radwege gibt, sind die oft viel schlechter als die Straßen, zu schmal oder ständig zugeparkt. "

Dank an Rudi aus Salzburg für den Tipp mit der TAZ!




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-06 11:38:34
Letzte Änderung am 2012-10-06 11:57:12


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