• vom 04.11.2012, 17:03 Uhr

Freitritt

Update: 04.11.2012, 18:00 Uhr

Freitritt

Motivierte Autofahrer? Kilometerlange Schlangen vor Brooklyns Tankstellen




  • Artikel
  • Lesenswert (15)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias Bernold

Die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen und die Beharrlichkeit der Menschen, Benzin auch unter schwierigsten Umständen besorgen zu wollen, zeigt sich derzeit vor dem Fenster meines Hotels in Brooklyn. Am Eck der Union Street mit der vierten Avenue befindet sich eine Tankstelle. Durch die gesamte Union Street und ums Eck in die dritte Avenue steht eine Schlange wartender Kraftfahrzeuge, Taxis, Lkw, Pkw, manchmal mit laufendem Motor, manchmal die Motoren abgestellt, immer wieder hupend. Die Schlange windet sich in der dritten Avenue über zehn Blocks Richtung Süden, blockiert dort die gesamte Fahrspur. 24 Stunden am Tag und dies obwohl der Tankstelle dazwischen das Benzin ausgeht und die Menschen stundenlang stehen und gar nichts weiter geht. Aber wenn die nächste Lieferung mit dem Tankwagen kommt, wollen die Leute nicht die gewartete Zeit "verlieren".

Werbung

Die New Yorker Polizei kontrolliert und beobachtet das Anstellen, um zu verhindern, dass die erbosten Autofahrer übereinander herfallen, wenn einer versucht sich vorzudrängen.

Es ist ein jämmerlicher Anblick. Es zeigt die Verletzlichkeit einer Metropole. Und die verwundbare Position, in die mensch sich durch die Abhängigkeit vom Auto begibt. Ich frage mich außerdem: wenn die Leute Zeit haben, acht Stunden lang auf eine Tankfüllung zu warten: warum fahren sie in der Zeit nicht mit dem Rad oder gehen überhaupt zu Fuß?



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-11-04 17:16:26
Letzte Änderung am 2012-11-04 18:00:48


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ab 2015 sollen Fahrräder doch Railjet fahren dürfen
  2. Fahrrad-Zeitschrift "Drahtesel" mit Relaunch
  3. Modulare Lastenräder, die flexible und günstige Alternative
  4. Das nachhaltige Tragerl fürs Rad
  5. HausTrike-Fahrradcamper für urbane Nomaden
Meistkommentiert
  1. Das nachhaltige Tragerl fürs Rad

Werbung




Nach heftigen Regenfällen ist es in Salzburg und Niederösterreich zu Überflutungen gekommen. Im Bild ein Fußballfeld in Stuhlfelden, Salzburg.

1700 Polizisten belagerten diesen Eingang: Am Ende des Tages wurden 19 Hausbesetzer abgeführt. Der Hausbesitzer wollte jene Punks vertrieben haben, die er einst selbst geholt hatte, um die Altmieter in dem Haus in Wien-Leopoldstadt loszuwerden. Das Polizeiaufgebot am Einsatzort war mit weit mehr als 1.000 Beamten enorm. Da die Besetzer den Hauseingang massiv verbarrikadiert hatten, gab es für die Exekutive vorerst kaum ein Weiterkommen.

31. 7. 2014: Die Ringerinnen Kathryn Marsh (Schottland) und Babita Kumar (Indien) bei den Commonwealth Games in Glasgow: Ein Tanz mit Muskeln, Kniffen und Schwerkraft. Ko Murobushi unterrichtet beim Impulstanz die japanische Tanzform Butoh.

Werbung