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Update: 18.02.2013, 12:30 Uhr
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Radweg Getreidemarkt: Die Debatte im Internet


Von Matthias Bernold

Die geplante Radverkehrslösung für den Getreidemarkt. Foto: Die Grünen

Die geplante Radverkehrslösung für den Getreidemarkt. Foto: Die Grünen Die geplante Radverkehrslösung für den Getreidemarkt. Foto: Die Grünen

Der geplante Radweg am Wiener Getreidemarkt (hier der Bericht in der Wiener Zeitung) sorgt im Internet für wilde Diskussionen. Wie berichtet, will die Stadt Wien den bestehenden Radstreifen am Getreidemarkt ab  Lehargasse Richtung Operngasse verlängern.  "Auf einer Länge von rund 500 Metern wird er so eine wesentliche Lücke zu den Radfahranlagen am Karlsplatz schließen", schreibt Christoph Chorherr dazu auf der Webseite.der Wiener Grünen.

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Die geplante Lösung, ein 1,50 Meter breiter rotleuchtend markierter Radstreifen, der ca. auf Höhe des Lokals Wein&Co die beiden Rechtsabbiegespuren kreuzt, stößt in der Radfahrerinnen-Community allerdings mehrheitlich auf Ablehnung. "Zu unsicher, zu gefährlich", urteilten die meisten auf der Webseite der Wiener Grünen oder auf der Facebook Gruppe Radfahren in Wien, einem der frequentiersten Foren der Wiener Radfahrer.

Hier - kurz zusammen gefasst - einige der angeführten Argumente:

CONTRA VERLÄNGERUNG IN DER ANGEDACHTEN FORM

1. Die Verlängerung des Radstreifens bedeute nur die Vertiefung einer bereits schlechten Verkehrslösung, weil die Autofahrerinnen den nötigen Sicherheitsabstand bereits jetzt nicht einhalten und zu schnell und zu knapp an den Radfahrern vorbei fahren. --> Bessere Lösung: Radstreifen ganz entfernen oder ganze Fahrspur in Radspur umwandeln.

2. Weil der angedachte Fahrstreifen die Abbiegespuren in die Wienzeile Richtung Naschmarkt quert, sei er zu gefährlich. --> Bessere Lösung: Den Autoverkehr am Getreidemarkt durch Ampellösung / bauliche Maßnahmen entschleunigen. Oder - Maximal-Variante zum Nachteil des motorisierten Verkehrs: Rechts-Abbiegeverbot für Autler, die dann um in die Linke Wienzeile zu gelangen, ein Schleiferl durch die Friedrichstraße ziehen müssten.

3. Die rote Farbe des geplanten Radstreifens mache ihn besonders gefährlich (hier: Frage an Christoph Chorherr oder wen auch immer: stimmt das mit der Farbe und deren Rutschigkeit. Anm. d. Red.?)

4. Ungeübte und nicht so selbstbewusste Radfahrerinnen würden sich diesen Radstreifen nicht befahren trauen. Und durch den Radstreifen falle für Radfahrer die Möglichkeit weg, ihre Spur frei zu wählen


PRO VERLÄNGERUNG IN DIESER FORM

Lösungen wie die für den Getreidemarkt (abbiegende Autos kreuzen einen rot eingefärbten Fahrradstreifen) gibt es bereits an mehreren Stellen in der Stadt. Die Erfahrungen damit sind geteilt, aber nicht durchwegs negativ. Beispiele: 18,Jörgerstraße, 1,Landesgerichtstraße, 7,Burggasse, 2,Obere Augartenstraße, 9,Alserbachstraße.

Hier der Link zu Christoph Chorherrs Antwort auf die kritischen Stimmen




Schlagwörter

Radweg, Debatte

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2013-02-18 07:49:24
Letzte Änderung am 2013-02-18 12:30:07


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