
Der Grüne Planungssprecher Christoph Chorherr setzt sich auf seinem Blog mit der Kritik vieler Radfahrerinnen am geplanten Radweg Getreidemarkt auseinander. Nachdem die Stadt Wien angekündigt hatte, den bestehenden Radstreifen am Getreidemarkt ab Lehargasse Richtung Operngasse zu verlängern, lieferten sich Kritiker und Befürworter des Vorschlages in Online-Foren wilde Diskussionen. Mehrheitlich lehnten die Radfahrer in den Foren die Vorschläge als nicht weit gehend genug ab.
Chorherrs Replik: "Derzeit ist die ungeschützte Querung von zwei Spuren, no sagen wir einmal: Nicht ganz fahrradfreundlich. Durch diese rot markierten 1,5 m breiten Streifen [diese sieht das Konzept vor. Anm. d. Red.] ist klar signalisiert: Geradeausfahrende Radfahrer/innen haben dort Vorrang, Autofahrende müssen mit ihnen rechnen. Hunderte Male bin ich über diese "Querung" beim Landesgericht gefahren, immer passen Autofahrer/innen sehr auf. Weil sie mit Radfahrenden rechnen.
Zugegeben: Beim Getreidemarkt geht es bergab, auch Radfahrer/innen fahren dort schneller.
Wir glaubten: Das wäre eine Verbesserung.
Natürlich gäbe es aus Sicht von Radfahrenden deutlich bessere Maßnahmen: Eine Spur weniger für Autos, eine ganze fürs Rad z.B.
Aber in diese Richtung ist die gesamte 2er-Linie dreispurig, Veränderungen müssen politisch zwischen den Koalitionspartnern, den betroffenen Bezirken etc. verhandelt werden, ich schätze einmal: Für eine Verengung auf zwei Spuren am Getreidemarkt gibt es nicht so leicht eine politische Unterstützung."

Abschließend kündigt Chorherr an, "zumindest nochmals gründlich nachzudenken und den Dialog u.a. mit Radfahr-Organisationen zu suchen, um zu einer Verbesserung zu kommen, die auch als solche gesehen wird".
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