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Update: 10.03.2017, 11:00 Uhr

Infrastruktur

Warum die Wahl zur Goldenen Speiche wichtig ist




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Von Matthias G. Bernold


    Mit der "Goldenen Speiche" werden die besten Fahrrad-Infrastrukturmaßnahmen ausgezeichnet

    Mit der "Goldenen Speiche" werden die besten Fahrrad-Infrastrukturmaßnahmen ausgezeichnet© Radlobby / Margit Palman Mit der "Goldenen Speiche" werden die besten Fahrrad-Infrastrukturmaßnahmen ausgezeichnet© Radlobby / Margit Palman

    Es ist nicht immer einfach, als Radfahrer in Wien unterwegs zu sein. Als unbekümmerter, junger Mensch geht es ja noch. Wenn ein Radweg zu schmal, verwinkelt oder umständlich verläuft, weicht man flugs auf die Fahrbahn aus. Unerträglich werden die Schwächen der oft halbherzig geplanten Radverbindungen, die oftmals auf engen Mehrzweckstreifen zu knapp an parkenden Autos vorbei verlaufen, jedoch spätestens dann, wenn man mit Kinderanhänger und eigenem Sprössling darin unterwegs ist: Manche Radverbindungen, etwa die in der Nußdorferstraße, über Friedenbsrücke oder Währinger Straße – um nur die an meinen täglichen Strecken zu nennen – sind gefährliche Schein- oder Halblösungen, die dazu angetan sind, Konflikte zu schüren oder – schlimmer – Unfälle zu verursachen. Wenn die Stadt Wien ihr Ziel, die Radverkehrszahlen zu erhöhen, erreichen möchte, dann muss sich diese Situation wirklich verbessern. Denn nichts verdirbt die Freude am urbanen Radeln schneller, als Radwege, auf denen man sich nicht sicher fühlt.

    Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Stadt regelmäßig dann doch den Mut aufbringt, Radwegsprojekte großzügig, zeitgemäß und sicher auszugestalten. Genau diesen – gelungenen – Verbesserungen der Radinfrastruktur widmet die Radlobby Wien ihre "Goldene Speiche". Noch bis zum 20. März läuft das Public Voting: Ob Radweg, Verkehrsberuhigung, Bodenmarkierung, Ampelverbesserung oder Fahrrad-Abstellanlage. Jede Infrastrukturmaßnahme, die die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt verbessert, kann in eine Online-Karte eingetragen und nominiert werden.


    Unter den fünf stimmenstärksten Vorschlägen wählt eine Fach-Jury die beste Wiener Radverkehrsmaßnahme, die an die verantwortlichen Bezirksvorstehungen, Stadtplaner  und die Auftraggeber verliehen wird.

    Sieger bisher: Goldschlagstraße, Haltestellenkaps in Ottakring

    Zuletzt holte sich die radfreundliche Goldschlagstraße den Preis. Für das Jahr 2014 wurde der Umbau der Radverkehrs-Schikane bei der U4 Station "Margaretengürtel" hin zu einer vorbildlichen Radwegführung prämiert und für 2013 ging der Preis an die beradelbaren Haltestellenkaps der umgestalteten Ottakringer Straße.

    goldenespeiche.radlobby.wien




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-03-10 10:45:40
    Letzte ńnderung am 2017-03-10 11:00:40




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