• vom 15.06.2017, 10:38 Uhr

Freitritt

Update: 15.06.2017, 22:28 Uhr

copenhagenize

Wien im aktuelle Copenhagenize-Index auf Platz 12




  • Artikel
  • Lesenswert (11)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias G. Bernold

  • Freitritt



Im Copenhagenize-Index der fahrradfreundlichsten Städte ist Wien heuer von Platz 16 auf Platz zwölf vorgerückt. Begründung: Das Tempo bei der Umsetzung verkehrspolitischer Maßnahmen zugunsten des Radverkehrs sei erhöht worden.

Die Veröffentlichung der aktuellen Wertung am Mittwoch, die vom dänischen Stadtplanungsbüro rund um Fahrrad-Guru Mikael Colville-Andersen herausgegeben wird, sorgte bei Michael Rupp von der Mobilitätsagentur Wien sogleich für einen hocherfreuten Facebook-Kommentar inklusive Smiley-Emoticon. Scheint die verbesserte Wertung doch den verkehrspolitischen Kurs der Stadt Wien zu bestätigen: Hinter Barcelona und vor Paris landet Wien diesmal auf dem zwölften Platz.

Links

    Alle zwei Jahre erstellt das Stadtplanungsbüro rund um den dänischen Fahrrad-Guru Mikael Colville-Andersen den
  • Copenhagenize-Index
  • der radfreundlichen Städte.

Tatsächlich attestiert der auf der Copenhagenize-Website erschienene Wien-Bericht, dass die österreichische Bundeshauptstadt "nach Jahren vorsichtiger Baby-Schritte offenbar ihr Tempo (bei der radfreundlichen Verkehrsplanung. Anm.) erhöht hat". Insbesondere die heuer im Frühling gestartete Lastenradförderung durch die Stadt Wien – der Kauf von Lastenrädern wurde mit bis zu 1.000 Euro pro Stück gestützt – kam bei den dänischen Testern gut an: "Die Entwicklung bei den Transporträdern in Wien ist beachtlich."

Positiv schlugen außerdem die verkehrsberuhigte Anmutung der Inneren Stadt sowie die Verkehrsberuhigung von wichtigen Straßen – gedacht wird hier etwa an die Mariahilfer Straße – zu Buche. Einige Radstrecken ließen außerdem die Vermutung zu, heißt es weiter mit einer gewissen Ironie, "dass die Stadtverwaltung über ein Netzwerk an Radverbindungen zumindest nachdenkt".

Was Rupp von der Mobilitätsagentur besonders gefreut haben dürfte: Das Lob für die Kommunikationsstrategie Wiens. "Die Stadt kommuniziert Radfahren als Mobilitätsform für den Alltag und will andere Städte mit ihrem Narrativ inspirieren."

Kritikpunkt: Rad-Infrastruktur

Allerdings – und damit beginnt der negative Teil der Kritik – hielten die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen mit der guten PR-Arbeit nicht Schritt: Während Politikerinnen und Politiker gerne auf Mobilitätskonferenzen, um über die Fortschritt und Ideen in Wien zu berichten, wachse der Radfahreranteil in Wien wenig. Colville-Andersen fasst es im englischsprachigen Originalwortlaut so zusammen: "Vienna talks the talk but the time is now for walking the walk."

Der Copenhagenize-Index wird alle zwei Jahre erstellt. 2015 landete Wien auf Rang 16. Erstmals schaffte es die Stadt im Jahr 2011 unter die Top 20. 2013 fiel man wieder aus der Wertung. Auf Platz Eins landetet auch heuer wieder Kopenhagen. Gefolgt von Utrecht und Amsterdam.

Werbung




Schlagwörter

copenhagenize

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-15 10:39:01
Letzte ─nderung am 2017-06-15 22:28:21



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Abstimmung war unverantwortlich"
  2. "Alle sollten mit fairen Mitteln spielen"
  3. Heute bleibt die Küche kalt
Meistkommentiert
  1. "Abstimmung war unverantwortlich"
  2. Heute bleibt die Küche kalt

Werbung



Schlagwörter






Werbung