So sehr sich auch innerhalb der jüdischen Gemeinde viele danach sehnen, die Vergangenheit nicht mehr in den Vordergrund zu rücken, das heutige Leben zu sehen und zu stärken und alles dafür zu tun, dass es auch in Zukunft jüdisches Leben in Wien gibt: es gibt Tage, die im Zeichen des Gedenkens stehen... weiter
Der Blick aus dem Fenster zeigt die Bäume, welchen den Donaukanal säumen. Gestern bildeten sie eine märchenhafte Kette, mit Schneehäubchen bis zu jeder Astspitze. Heute sehen sie eher aus wie eingeeiste Gerippe, der Schnee bildet keinen malerischen Überzug mehr, sondern einen frostigen Mantel, der dem Holz jegliches Leben zu entziehen scheint... weiter
An die 90 Prozent der Mitglieder der Wiener jüdischen Gemeinde hat Migrationshintergrund – sie selbst oder zumindest ein Elternteil wurde also nicht in Österreich geboren. Manche kamen im Erwachsenenalter, andere sind als Kinder nach Wien immigriert. Jene Mädchen und Buben, die in den 1970er und 1980er mit ihren Familien aus der ehemaligen... weiter
Aliya: so nennt man die Einwanderung nach Israel. Tatsächlich zieht es auch jedes Jahr junge österreichische Juden dorthin. Viele kennen das Land bereits von Familienbesuchen oder Reisen mit einer der jüdischen Wiener Schulen. Die Religiöseren lernen an einer Jeschiwe (Talmudhochschule), die eher Säkularen schreiben sich an einer israelischen... weiter
Wenn die alljährliche Kür der Nobelpreisträger ansteht, ist es ein beliebtes Spiel, Listen weiterzumailen – Listen, die zeigen, wer "zu uns" gehört: wer also Jude oder Jüdin ist unter jenen, die zu den Spitzen der Wissenschaft und Literatur zählen. Hier sind Selbst- und Fremdbild ziemlich deckungsgleich... weiter
"Ask the Rabbi" ist ein beliebtes Format, um Antworten auf Fragen, die der Einzelne formuliert, die aber mehrere Menschen interessieren könnten, vielen auf einmal zu geben. Die chassidisch-orthodoxe Bewegung Chabad, die auch in Wien vertreten ist und hier vor allem die Lauder-Chabad-Schule im Augarten betreibt... weiter
Ob ich die Krippen-Geschichte kenne, fragte mich meine sechsjährige Tochter diese Woche. Ich antwortete mit Ja und wollte wissen, warum sie das interessiere. "Ich glaube, die ist inzwischen wirklich bekannt", meinte sie. Weil: "Da gibt es sogar von Playmobil etwas dazu." Über die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes wird weltweit alljährlich im... weiter
Diesen Samstag Abend wird die erste Kerze angezündet: Chanukka beginnt, das jüdische Lichterfest. Das Kind hat eine neue Chanukkia bekommen, nachdem eine andere vergangenes Jahr zu Bruch gegangen war. Die Kerzen sind besorgt, heuer bunt wie der Regenbogen und aus Bienenwachs. Ich mag den Duft, den sie nun acht Abende lang in der Wohnung verströmen... weiter