Michael Köhlmeier klein und groß bei seinen fabelhaften Erzählungen über kleine und große Zwiste in der griechischen Götterwelt. - © WZ / Gerald Schmickl

LitCologne

Sagenhaftes Doppel7

  • Michael Köhlmeier & Raoul Schrott über griechische Mythologie.

Nein, obszön sei seine Übersetzung nicht, wehrt sich Raoul Schrott noch vor Beginn seiner Lesung, über die Zuschreibung, die LitCologne-Geschäftsführer Labonté bei der Vorstellung des Tiroler Dichters über dessen "Ilias"-Übertragung vorschlägt: Nein, nicht obszön, sondern "vollmundig". Dies gilt dann wohl auch für die neueste Übersetzung... weiter




Aus der Steinzeit des Radios: Ein Türenkasten und andere Requisiten für ein Live-Hörspiel. - © WZ / Gerald Schmickl

LitCologne

Keine Angst vor Blockflöten!6

  • Literatur zweimal anders: Ein Live-Hörspiel und das Text/Musik-Duo Engelke/Willemsen.

Das Wunderbare an der LitCologne ist ja, dass sie ihr Programm nicht auf 08/15-Lesungen beschränkt (so aufregend auch die manchmal sein können), sondern die Präsentationsformen und Inszenierungsarten von Literatur kreativ erweitert. So gibt es im Rahmen des auch heuer wieder durchwegs ausverkauften 10-tägigen Festivals nicht nur zahlreiche... weiter




Robert Seethaler bei seinem Auftritt in der Kölner Kulturkirche (oben am Screen und unten zwischen Moderatorin Bettina Böttinger, links, und Hanns Zischler, rechts).  - © WZ / Gerald Schmickl

Lit Cologne

Unheroische Helden8

  • Robert Seethaler und die Kunst der Stille.

Auf die Frage, warum er seinem existenziell arg gebeutelten Helden nicht die Verheißungen der Religion vergönne, schaut Robert Seethaler flehentlich nach oben und hebt die Arme Richtung Kirchendach. Ach, er wisse gar nicht, sagt der aus Wien stammende Autor, wie viele Menschen hier, in dieser protestantischen Kirche... weiter




Literatur

Das reizvolle Gegenteil von Raunen2

  • erlesen

Die raunenden Beschwörer des Imperfekts: So hat Thomas Mann die Erzähler genannt - ein äußerst beliebtes Zitat (immerhin 8920 Google-Einträge!), schon weil es so schön ins Poetische, ins Uneindeutige, auch ein wenig Schwafelige hinüberdriftet. Da lässt sich dann lange und trefflich, man ist versucht zu sagen nachhaltig darüber philosophieren... weiter




Literatur

Wie verstörend kann Geschichte sein?11

Der Suhrkamp Verlag, einst Zentralstelle deutscher Intellektualität, geisterte in den letzten Jahren hauptsächlich als Gegenstand schier unfasslicher Streiterei zwischen seinen Eigentümern durch die Seiten der Feuilletons. Entgegen anderslautenden Gerüchten werden dort aber nach wie vor auch Bücher produziert... weiter




2014sirenenpop - © C.H. Beck

Literatur

Hellwache Oden auf den Alltag19

  • Über neue Lyrik-Bände von Marcel Beyer, Dirk von Petersdorff und Jan Wagner.

Es gibt diese Sätze, die bleiben, auch wenn man bei näherer Betrachtung mitunter ins Grübeln kommt, ob ihr Gehalt nicht doch ein wenig skurril anmutet. "Malerei muss sein wie Rockmusik", hat der Künstler Gottfried Helnwein einst apodiktisch verkündet. Das klingt natürlich irgendwie cool, bringt einen aber bei der Betrachtung von Kunst nicht... weiter




Literatur

Schelmenroman aus dem Nahen Osten2

Die lebensnotwendige Beschränkung, die sich der Literaturfreund bei seiner Lektüre auferlegen muss, ergibt sich allein aus der Begrenztheit des eigenen Lebens einerseits, der Uferlosigkeit des Geschriebenen andererseits. Man orientiert sich notgedrungen an einem selbstgestrickten Kanon, folgt gewissen abstrusen, hausgemachten Regeln... weiter




Alleine ein ganzer Stimmenchor: Josef Bierbichler, hier durch die (orange) Blume lesend… - © Gerald Schmickl

Sprachsalz

Nach-Hall7

  • Lesungen von Josef Bierbichler und Alan Kaufman zum Abschluss des Festivals.

Es gehört zur Tradition von "Sprachsalz", dass am letzten Tag stets ein Überraschungsgast liest. Nicht immer gelingt die Überraschung, da die Auserwählten mitunter schon die Tage davor durch die Veranstaltung geistern, wie etwa vor einigen Jahren Edgar Hilsenrath, der sich vom ersten Tag des Festivals an stolz öffentlich gezeigt hatte... weiter




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Literatur

Kaus, Gina: Die Front des Lebens

"Der alte Stiaßny gähnte. Da sahen die übrigen Gäste auf die Uhr, es war Mitternacht. Die Hausfrau protestierte, sonst war man doch oft bis gegen... weiter




Literatur

Der Hass als Produktivkraft

Émile Zola (2. 4. 1840-29. 9. 1902), fotografiert von Nadar. - © Bild: Corbis Der Mann, der am kühlen Abend des 28. September 1902 zum letzten Mal in seiner Pariser Wohnung zu Bett geht, ist mit 62 Jahren der erfolgreichste und... weiter




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Degen, Michael: Der traurige Prinz

Ausstellung "Oskar Werner - Ein Künstlerleben", Bezirksmuseum Döbling, 1999. Collage: Monika Geelhaar. - © Bild: apa/Roland Schlager Oskar Josef Bschließmayer, 1922 in Gumpendorf geboren und besser bekannt als Oskar Werner, war der vielleicht größte österreichische Schauspieler des... weiter





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