Thomas Mann, ca. 1910. - © Hutton-Deutsch Collection/Corbis

Wiedergelesen

Literarischer Liebestod im Liegestuhl

Wenn sich ein Leistungsethiker gehen lässt, gerät er in Turbulenzen. Im schlimmsten Fall ergeht es ihm wie dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der in Venedig Erholung sucht und den Tod findet. Das ist die Moral, die sich aus der 1912 verfassten Erzählung "Der Tod in Venedig" herausdestillieren lässt... weiter




Henry James

Das Gesprochene im Geschriebenen

Wie verhalten sich Rede und Aufgeschriebenes zueinander? 1896, im Alter von 53 Jahren, stellte sich bei Henry James aufgrund des jahrelangen unablässigen Schreibens ein stechender Schmerz im Handgelenk ein, wie sich dann herausstellte, eine Sehnenscheidenentzündung. Schließlich stellte James einen Sekretär ein, dem er nicht nur seine Briefe... weiter




Literatur

Politische Sprachspatzen14

Eigentlich, so möchte man glauben, eignet sich die Literatur nicht wirklich als Medium, das prompt auf aktuelle Geschehnisse reagiert. Denn ihre Stärke bezieht sie gerade aus der Distanz: Ein Thema muss sich setzen, reifen und kann erst dann zu einem Stück Literatur werden. Umso erstaunlicher ist es, wenn ein Roman wie Jenny Erpenbecks "Gehen, ging... weiter




Goldener Herbst in den Spitzer Weinbergen. - © Ingeborg Waldinger

LitBlog

Es ist Zeit5

  • Europäische Literaturtage 22. – 25. Oktober 2015 in Spitz an der Donau.

"Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. /(…) / Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; / gib ihnen noch zwei südlichere Tage, / dränge sie zur Vollendung hin und jage / die letzte Süße in den schweren Wein. //  Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr (…)"  ("Herbsttag". Rilke,1902) Schönheit schmerzt in diesen Tagen: Die Wachau... weiter




LitBlog

Tote Quallen und ratlose Hunde14

  • Hinweise auf neue Gedichtbände, u.a. von Miguel Martí i Pol und Andreas Neeser.

Lyrik, so liest man, erlebe gerade eine wahre Blüte, eine Renaissance, einen zweiten Frühling - egal, wie man es nennt, die euphorische Begeisterung für diese Gattung am Rande des Literaturbetriebs ist groß, und das hat vor allem damit zu tun, dass Jan Wagner im Frühjahr für seine "Regentonnenvariationen" mit dem Preis der Leipziger Buchmesse... weiter




Literatur

Wie schön, wenn etwas gut ausgeht4

Griechenland, die Ukraine, der Terror des Islamischen Staats, die Flüchtlingskrise - die Weltlage gibt Anlass zu Sorgen und Ängsten. Und von den privaten Attacken, die Kopf und Seele belasten können, reden wir gar nicht erst. Gewiss ist es vernünftig, allen Lebensschwierigkeiten ohne Illusionen oder sonstige Beschönigungen zu begegnen... weiter




Grandseigneur und Interviewer: Georg Stefan Troller (links) und Felix Mittlerer in Hall bei "Sprachsalz". - © Gerald Schmickl

LitBlog

Grenzen für Literatur10

  • 13. "Sprachsalz"-Festival in Hall/Tirol.

In seinem wunderbaren Buch "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" gibt der französische Autor und Psychoanalytiker Pierre Bayard eine Reihe von brauchbaren Tipps, wie man auf gescheite Weise Lektüren verhindert. Von Literaturfestivals spricht er darin allerdings nicht, soweit ich mich erinnere (denn im Gegensatz zur im Titel... weiter




Literatur

Basken, Partisanen und Viktorianer1

  • erlesen

Manchmal erfährt man tatsächlich Neues, wenn man einen Essay liest - nicht bloß Meinungen, die man schon kennt und nicht so furchtbar interessant findet. Was wissen wir schon über die Basken, vor allem seit dort keine Bomben mehr geworfen werden? Sie haben eine eigene Sprache, richtig. Die außer ihnen selber niemand spricht... weiter




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