• vom 15.03.2012, 01:11 Uhr

Mission UHU

Update: 15.03.2012, 11:50 Uhr

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Der größte Feind ist nicht der Hunger




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  • Der Tagesablauf ist geplant und die Zeit vergeht wie im Flug
  • Es gibt ein paar Regeln und nur wenig Nahrungsmittel, aber das macht nichts.
  • Darf man eigentlich Kaugummi kauen und Tee trinken?

Nein, Hunger habe ich keinen. Aber der kleine Mann in meinem Kopf, der ist da. Nennen wir ihn einfach Gusto. Der innere Schweinehund ist es nicht, denn der wartet noch auf seinen Einsatz und kommt meist erst mit den ersten Sporteinheiten. Aber dieser Gusto - der echte Feind des Ernährungsumstellungswilligen, der meldet sich derzeit öfter zu Wort.

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Da will ich mir doch nur ein Glas Wasser holen, oder einen Tee und was steht dort - Nüsse, Obst und getrocknete Früchte. Ich bin mir sicher, dass es nicht ich bin, der entscheidet, dass meine Hand in Richtung Essen greift. Da aber niemand sonst da ist, muss ich es wohl sein. Aber keine Sorge, noch ist Alles unter Kontrolle. Hunger habe ich keinen, einmal ganz kurz, aber das war es dann schon. Ich erspare jetzt die lange Ausführung zu meinen Essensfantasien, sie sind zwar jugendfrei aber definitiv nicht hilfreich.

Auf die Pausen kommt es an
Auch der zweite Tag startet mit einem Gläschen Bittersalz. Unser "Cocktail" - lieben Gruß an meine wunderbare Gruppe von Metabolikern - geht am zweiten Tag ohne Würgreflex aber dennoch mit mäßiger Begeisterung den Gaumen hinunter. Frühstück um 9 Uhr. Schafsjoghurt mit gedünsteten Äpfeln. Könnte eigentlich durchaus in den Ernährungsplan im Alltag seine Renaissance erleben.

Dann heißt es fünf Stunden warten. Obwohl warten eigentlich nicht ganz richtig ist. Ein bisschen Sauna und weiter entschlacken. Kaum am Zimmer um endlich die mitgebrachten Bücher zu lesen, melden sich die Müdigkeit und der Gusto. Aber dies kann einen willigen und mit allen Bittersalzen gestärkten Ernährungsumsteller nur kurz  erschüttern. Um 14 Uhr die wunderbare Knolle namens Erdäpfel gekocht und mit Topfen-Joghurt-Leinöl-Sauce. Am Tisch finden sich Salz, Curry, Chili und Zimt. Auch wenn es das gut gewürzte Essen nicht benötigt, darf man so ein bisschen Abwechslung integrieren. Und nun? Wieder fünf Stunden Abwarten.

Obwohl "abwarten" definitiv nicht richtig ist. Die Bauchselbstmassage stand am Programm. Den Darm streichen und den Stoffwechsel mobilisieren. Mein Bauch und ich kommen uns näher, obwohl wir uns doch trennen wollen. Aber aus meiner Sicht wird es eine Scheidung im Guten also darf der Bauch verwöhnt werden. Die Gruppe scherzt und freut sich auf das Essen. Zugegebenermaßen wahrscheinlich keine große Überraschung für Sie, liebe Leserinnen und Leser, aber es musste mal gesagt werden. Wir lernen uns in unserer Gruppe jeden Tag ein bisschen näher kennen und sind uns somit immer mehr gegenseitige Stützen.

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Schlagwörter

Mission UHU, Essen

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-03-15 01:13:32
Letzte Änderung am 2012-03-15 11:50:33


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