• vom 05.04.2012, 10:58 Uhr

Mission UHU

Update: 06.04.2012, 12:40 Uhr
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Es wird Zeit für Lob - Tag 10

Das Wasserballett und die vielen Helfer



  • Eigentlich mag ich ja kein Lob, ich kann damit schlecht umgehen, aber es hilft doch sehr wenn man seine Schutzschicht verliert.

Ein guter Tag beginnt mit einer Runde Wasserballett. Die offizielle Bezeichnung für Turnübungen mit bunter Badenudel – den Fachausdruck werden ich ehebaldigst nachschlagen – lautet "Aqua Fitness".
Mehr oder weniger schlaftrunken treffen wir uns am Morgen im Pool – sie erinnern sich, nicht zu viel Sport und wenn dann kurz vor dem Essen, damit der Hunger nicht zu groß wird, und versetzen das angenehm warme Wasser in ein Tsunami-ähnliches Wellenmeer des Sports und der Fitness.Ich persönlich habe nun ein Gefühl wie sich die kleinen Staatsopern-Eleven wohl fühlen müssen, wenn sie über die Bühne schweben. Wer würde mich wohl auffangen wenn ich einen eleganten Sprung wage – der 130-Kilogramm sterbende Schwan würde vermutlich ein Blutbad unter Balletttänzern anrichten. Also brauche ich doch kein Tutu.

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Da ich diesen Gedanken durchaus hörbar von mir gegeben habe, wird gelacht. Und das wirklich Gute und Schöne daran ist, dass es hilft. Wir sind eine gute und lustige Gruppe und somit auch stets motiviert. Was will kann man mehr erwarten, wenn der Verlust (von überschüssigem Gewicht) die einzige Freude ist.

Ein großer Schritt für mich ein kleiner für die Menschheit

Ich habe in den letzten Tagen meine Theorie von der besten Art seinen Lebensstil zu ändern mit einigen praktischen Beispielen untermauern können. Ich erinnere – meine Theorie: Man kann nur seinen Lebensstil und sein Ernährungsgewohnheiten ändern, wenn man aus dem normalen Alltag, aus meiner Sicht je länger, desto besser, herausgenommen wird.
Ich gehe derzeit davon aus, dass dies bei allen Formen von Sucht und Abhängigkeit der Schlüssel zum Erfolg ist, aber das muss noch verifiziert werden. Ich habe also fernab aller alltäglichen Ablenkungen und Verpflichtungen gelernt, wie viel oder besser wie wenig ich essen muss, um dennoch satt zu sein. Weiters auch, dass der Stress in meinem Fall ein höchst unangenehmer Zeitgenosse ist, wenn ich abnehmen will. Falscher Job, hätte doch was Besseres lernen sollen. Und noch viel wesentlicher: Wird einem das Einkaufen, Zubereiten und Nachdenken von und über Essen abgenommen, nimmt man ab. Wie vielen Versuchungen man im Alltag ausgesetzt ist, unglaublich. Alleine im Fernsehen – aber das wird ein eigener Eintrag, denn damit beschäftige ich mich fast jeden Abend! Und beim Einkaufen. Hat man nicht gesagt, dass die kleinen Süßigkeiten so gefährlich für Kinder sind? Sicherlich, aber die Dicken, die werden wieder vergessen. Da kauft man Obst, Gemüse und achtet penibel darauf keine kleinen Sünden in den Einkaufswagen zu legen und dann, an der Kasse, da geht es erst richtig los.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-05 11:00:55
Letzte Änderung am 2012-04-06 12:40:23


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