• vom 08.09.2011, 18:33 Uhr

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Update: 08.09.2011, 18:49 Uhr
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Gastkommentar

Terrorismus wird sich nicht behaupten


Von William C. Eacho

  • Zehn Jahre nach dem 11. September 2001 bestimmt Zuversicht, nicht Furcht, das Leben der Menschen in den USA und auf der ganzen Welt.


© APA/HERBERT PFARRHOFER © APA/HERBERT PFARRHOFER

Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Fast 3000 Menschen aus mehr als 90 Nationen wurden an diesem Tag getötet und ihre Familien und Freunde werden immer mit diesem Verlust leben müssen. Die Menschen in den USA und auf der ganzen Welt sahen sich mit völlig neuen Ängsten und Unsicherheiten konfrontiert. Warum mussten diese Menschen sterben? Kann sich überhaupt noch jemand sicher fühlen?

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Zu viele Menschen auf der Welt mussten sich seither ebenfalls diese Fragen stellen. Doch die menschliche Natur hat gegen den Schmerz und die Angst, welche die Terroristen zu verbreiten trachteten, eine Antwort gefunden. Von Bali bis Beslan, von Athen bis Amman, von Kigali bis Kampala, von Mumbai bis Manila und von Lahore bis London sehen wir Widerstandskraft und Solidarität.

2010 ermutigte Präsident Barack Obama in seiner am Jahrestag der Anschläge gehaltenen Rede die Menschen, sich "von den Opfern und Überlebenden von Terroranschlägen auf der ganzen Welt inspirieren zu lassen, denn ihre Geschichte ist stärker und hinterlässt einen nachhaltigeren Eindruck als die der Terroristen."

Hier nur einige Beispiele:

Susan Retik Ger und Patti Quigley, die am 11. September 2001 ihre Ehemänner verloren, fanden in der Unterstützung afghanischer Witwen eine neue Lebensaufgabe. Ihre Non-Profit Organisation "Beyond the 11th" gibt diesen Witwen die notwendige Unterstützung und Mittel, um wieder ein neues Leben aufzubauen. Seit dem Beginn ihrer Initiative 2003 haben die beiden Frauen NGOs in Afghanistan Zuschüsse von mehr als 600.000 Dollar für Ausbildungs- und Arbeitsbeschaffungsprogramme ermöglicht.

Martine Wright verlor bei den Anschlägen auf die Londoner U-Bahn im Jahr 2005 beide Beine. Mit Prothesen lernte sie wieder zu gehen. Doch wollte sie sich nicht bloß mit ihrer Behinderung leben, heute bewirbt sie die Disziplin Volleyball für die Paralympischen Spiele 2012.

Diese Beispiele der Widerstandkraft und Großzügigkeit strafen die Behauptungen der Attentäter Lügen, denn Letztere haben versagt und werden bald nicht mehr als eine Fußnote der Geschichte sein.

Im Nahen Osten, wo Menschen aus vielen Ländern politische Veränderungen fordern und sich für diese engagieren, treten die "falschen Propheten" des Terrors nirgendwo in Erscheinung. Ihre Ideologien werden von den jungen Menschen, die die Gestaltung der Zukunft ihres Landes bestimmen werden, ganz offen ignoriert und verachtet.

Der zehnte Jahrestag der Anschläge des 11. September ist eine Gelegenheit zur Reflexion über menschliche Stärke und Ausdauer. So senden wir eine gemeinsame Botschaft: Terrorismus wird sich nicht behaupten. Er hat keine Religion, kein Heimatland, keine Rechtfertigung und keine Zukunft. Wir bleiben wachsam, doch auf der ganzen Welt bestimmt heute Zuversicht unser Leben, und nicht Furcht.

William C. Eacho ist US-Botschafter in Österreich.




Schlagwörter

Terrorismus, Gastkommentar, 9/11

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-09-08 18:38:07
Letzte Änderung am 2011-09-08 18:49:04


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