• vom 13.04.2012, 06:15 Uhr

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Update: 18.04.2012, 15:07 Uhr
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Umzingelt von Haien und Piraten


Von Robert Cvrkal

Alle wollen das Geld der Steuerzahler

Alle wollen das Geld der Steuerzahler

Der moderne Hai ist der Finanzhai, der mörderische Gewinne einfährt und die Verluste an die Allgemeinheit abtritt. Sie meinen dies ist nicht möglich, dann analysieren wir mal die Auswirkungen des Eurorettungsschirmes:
Zunächst haben die Spekulanten den maroden Staaten wie Griechenland Geld billig nachgeschmissen bis die Länder soweit verschuldet waren, dass sie nicht mehr von der Leine der Geldgeber loskommen konnten. Dann hat man sukzessive die Zinsen erhöht und beachtliche Risikoaufschläge kassiert und satte Gewinne eingefahren in dem Wissen das letzten Endes die Steuerzahler der Geberländer dafür die Zeche werden bezahlen müssen. Selbst wenn man den "freiwilligen" Hair-cut miteinrechnet war für die Spekulanten das Griechenlandabenteuer auf lange Sicht gesehen ein besseres Investment als z.B. eine Veranlagung in sichere Staatspapiere wie z. B. von Deutschland.

Hat man sich rechtzeitig zurückgezogen oder das Risiko zeitgerecht und damit billig mittels CDS (Credit Default Swaps) abgewälzt dann konnte man sogar Traumrenditen erzielen, wobei die österr. Kommunalkredit als Versicherer und damit Zahler ein dickes Loch in den österr. Haushalt und damit in die Taschen der österr. Steuerzahler gerissen hat. Entsprechende Konsequenzen der Hochrisikospekulationen (z. B. Rückforderungen an den Vorstand und sonstige Verantwortliche) sind mir bis dato unbekannt.

Damit in Zukunft Führungspositionen von nach dem Proporz besetzten Unternehmen vor allem nach Fähigkeiten und Erfahrungen besetzt werden und das richtige Parteibuch eine untergeordnete Rolle spielt, sollten die Parteien, denen die Führungskräfte zuzurechnen sind eine wenn auch nur symbolische Haftung für ihre GünstIinge übernehmen müssen.  Somit hätten die Parteien ein Eigeninteresse daran, dass fähige Personen entsendet werden und die Unterbringung von ungeeigneten Parteifreunden hätte auch für die entsendenden Parteien schmerzhafte finanzielle Folgen

In Griechenland selbst herrscht seit mehreren Jahren Rezession, die Bevölkerung verarmt zunehmend, es vervielfachte sich die Selbstmordrate und es entstand eine junge Generation der Hoffnungslosigkeit. Mit anderen Worten die so oft eingeforderte Solidarität für die Griechen ist bei den Hellenen nie angekommen und wenn es so wie die Prognosen es bereits voraussagen bei den Wahlen in naher Zukunft zu einen Erdrutschsieg der Hilfsfondsgegner kommt, dann steht die EU vor dem nächsten Problem, womit die Eurozone so wie wir sie heute kennen, wohl bald Geschichte sein wird.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-13 06:27:58
Letzte Änderung am 2012-04-18 15:07:00


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