• vom 12.05.2012, 19:53 Uhr

Gastkommentare

Update: 15.05.2012, 14:48 Uhr
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Roman Herzog zur Zementierung der Macht -


Von Denise-a. Langner-Urso

  • - auch das ist ein Systemänderungsversuch …

Ich muß mit meinem Fazit beginnen, denn mir läuft das kalte Grauen über den Rücken:

Würde mein Vater mit mir so diskutieren, wie es Roman Herzog im Focus tut, ich wüde ihn bitten, sich auf seine geistige Gesundheit hin untersuchen zu lassen und würde höchstens solche Aussage mit einem massiven Altersdebilismus entschuldigen können.Und meine Empfehlung kann nur heißen der verfassungsschutz sollte sehr genau hinsehen, ob sich das unten beschriebene Gedankengut demnächst auch in den Altparteien seinen Weg zu bahnen versucht, denn es ist wirklich brandgefährlich für unsere noch halbwegs intakte Demokratie!


Ich muß mit meinem Fazit beginnen, denn mir läuft das kalte Grauen über den Rücken: Würde mein Vater mit mir so diskutieren, wie es Roman Herzog im Focus tut, ich würde ihn bitten, sich auf seine geistige Gesundheit hin untersuchen zu lassen und würde höchstens solche Aussagen mit einem massiven Altersdebilismus entschuldigen können.Und meine Empfehlung kann nur heißen der verfassungsschutz sollte sehr genau hinsehen, ob sich das unten beschriebene Gedankengut demnächst auch in den Altparteien seinen Weg zu bahnen versucht, denn es ist wirklich brandgefährlich für unsere noch halbwegs intakte Demokratie!

Roman Herzog, Ex-Bundespräsident, fordert die Anhebung der 5% Hürde auf ungenannte Höhe. Fordern kann man viel, doch zeugt das auch davon,
dass inzwischen den Volksparteien der Allerwerteste sonstwohin geht.
Das Motto lautet nur noch Zementierung der eigenen Macht, koste es
was es wolle, denn Volksparteien, die den Namen verdienen, sie gibt es
nicht mehr. Der Bürger hat die Nase voll von immer mehr Kürzungen bei
gleichzeitigem Nichtschuldenabbau und massiver Steuerverschwendung.

Die Wähler wenden sich von den Parteien, die rezeptlos und wenig nachhaltig agieren ab, begehen Fahnenflucht, verweigern schlicht die Wahlen oder wechseln die Parteien so schnell wie die Unterwäsche, gründen neue Parteien. Ein äusserst demokratischer Vorgang, die Wähler haben Demokratie verstanden und beweisen genau in der Neugründung, dass ihnen eben Demokratie und politische Teilhabe doch etwas bedeuten, dass sie mitgestalten wollen.

Hinzu kommt es, dass Altwähler wegsterben, schneller, als die
einstigen Anhänger Nachwuchs zeugen und diesen davon überzeugen können, die Partei der Eltern zu wählen. Früher wählte der Arbeiter eben die SPD, die unternehmerschaft die CDU. Diese Zeiten aber sind vorbei, so
wie auch die Zeiten der großen Gewerkschaften vorbei sind, seit es das,
was man Arbeiter nannte, so nicht mehr gibt. Können. Heute sind jene
Grenzen andere, Man kann schon sagen, Geringverdiener und Gutverdiener.

Klassische Arbeitskämpfe gibt es auch nicht mehr, seit beständig mit
Unternehmensverlagerungen agiert wird, mit hohem Verlust von
Arbeitsplätzen, da behält man lieber, was man hat, wird handzahm. Die
Gewerkschaftsvertreter sind längst zu Handlangern verkommen, zu einer
Art Verhandlungsführer bei Geiselnahmen.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-12 19:57:23
Letzte Änderung am 2012-05-15 14:48:53

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