• vom 15.06.2012, 06:54 Uhr

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Update: 15.06.2012, 09:37 Uhr
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Goodbye Euro ?!?!


Von Robert Cvrkal, Bürgerjournalist

Liest man die Weltpresse, dann übertrifft mittlerweile eine Hiobsbotschaft die andere und man beginnt sich zu fragen, wie viel verträgt Europa noch bis es zum endgültigen Absturz kommt? Mittlerweile warnt auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel davor, dass sich Deutschland nicht zuviel zumuten darf um nicht selbst von den maroden Staaten mit in den Abgrund gerissen zu werden, wie dies bereits viele unabhängige Ökonomen vorhersagen. Da mit der bisherigen Praxis der Geldmengenvermehrung die zugrunde liegenden Probleme nicht gelöst werden können, sondern nur Zeit gewonnen wird und man nunmehr die wirtschaftlich vertretbare Grenze erreicht, wenn nicht bereits überschritten hat, dürfte der Knall unmittelbar bevorstehen und Europa bzw. die Eurozone so wie wir diese derzeit kennen bald der Vergangenheit angehören. Selbst wenn man das Anwerfen der Geldpresse als Mittel der Zeitgewinnung einsetzt, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass die dadurch gewonnene Zeit dazu benutzt werden muss um vorhandene Schwächen auszumerzen und Strukturdefizite abzubauen. Leider hat die Politik diese Chance verschlafen, sodass wir heute schlechter dastehen, als zu Beginn der Krise 2008, da in der Zwischenzeit viel Steuergeld verbrannt wurde und dadurch der finanzielle Spielraum der EU-Staaten massiv eingeengt wurde. Wie bedrohlich die Lage ist zeigt sich an den Rückstufungsorgien der Ratingagenturen, deren Ende noch lange nicht erreicht sind.

Man sollte nicht immer die Situation so darstellen, als ob das Gelddrucken alternativenlos gewesen wäre.  Aus heutiger Sicht - und diese Vorgangsweise haben von Anfang an unabhängige Experten vorgeschlagen - wäre es für die Steuerzahler wesentlich billiger gewesen, wenn die Ursprungsgläubiger mit den maroden Staaten über einen entsprechenden Haircut verhandelt hätten und dann im Notfall der Steuerzahler die eigenen Banken unter dem Motto "Geld gegen Beteiligung" aufgefangen hätten. Zu einem späteren Zeitpunkt hätten dann diese Anteile privatisiert werden können und es wäre wieder Geld ins öffentliche Budget zurückgeflossen. Doch diese Chance wurde vertan und stattdessen dürfen bzw. durften die Steuerzahler der Geberländer zuerst zumindest offiziell die maroden Staaten bzw. deren Banken vor dem Bankrott retten und dann die eigenen Banken, womit sie doppelt bezahlen dürfen und dieses Geld zumindest zum Teil endgültig verloren ist.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-15 07:11:22
Letzte Änderung am 2012-06-15 09:37:53


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