• vom 11.10.2012, 18:02 Uhr

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Update: 11.10.2012, 20:19 Uhr
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Europa

Energie,Griechenland und Co: Foren als Sprachrohr für Rechte?!


Von denise-a. langner-urso

Heute ließ mir wieder einmal ein Forenbeitrag die Hutschnur platzen, und ich frage mich, wie die deutsche Gesellschaft sich so sehr verändern konnte.


Vorrangig geht es darum zu zeigen, dass Medien aller Art, und auch Blogs bezeichne ich als solche, besonders diverse Foren, derweil von gewissen Individuen, die ansonsten sich im Dunkeln verstecken, benutzt und missbraucht werden, um Teile der Gesellschaft gegen einander zu hetzen. Mal sind es Religionsgemeinschaften, mal wird gegen Menschen gehetzt, die man als Aufstocker bezeichnet, Hartz IV Empfänger, Atomkraftgegner und Befürworter, Rentner derweil.

Es ist unerträglich. Medien und besonders Blogs finanzieren sich oft über Werbeeinnahmen, diese sind abhängig von Klickzahlen, der Sistrix (Sichtbarkeit im Netz), Followern bei google , Facebook,Twitter und Co. Und die Werbebranche kann, wie die Betreiber selbst genau ablesen (über Addons) wie viele Leser vorhanden sind. Anders gesagt, niemand ist so durchsichtig, will er Umsatz generieren, wie Menschen, die im Internet ihren Lebensunterhalt mit Blogs (Klicks etc.) verdienen. Die Medien verlieren ständig mehr Leser, offline läuft ein endloser Kampf um den Absatz am Kiosk. Online aber kann die Leserschaft das Überleben bedeuten, deshalb generieren Zeitschriften hier ihre neue (oft alte) Leserschaft. Aber eben nicht nur diese, hier finden all jene ihr Sprachrohr, die ansonsten den Allerwertesten lieber nicht vom Sofa bewegen, wenn es darum geht, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen, gegen Sozialkürzungen, in Tarifkonflikten etc.

Hier, im Netz, den Foren toben sich die aus, die ansonsten von oben getreten werden, es sich nicht trauen, Vorgesetzten die Meinung zu sagen und so weiter. Politik, Medien und Blogger haben eine besondere Verantwortung, wollen gleichzeitig überleben, überwachen ihre Foren mal mehr, mal weniger streng, wobei ein "Aussetzer" einem Blogger schnell das Aus bescheren kann, so er keinem starken Verband  angehört, quasi journalistisch anerkannt ist, sich auf die Anwälte dieser Gemeinschaft verlassen kann. Blogger kontrollieren deshalb wesentlich strenger, wer sich dort umhertreibt und seine Zunge nicht im Zaum zu halten bereit ist, wer trollen, aufwiegeln, hetzen, beleidigen will, und auch den 2Normal"-Medien täte das derweil gut. Medien und Blogger teilen nämlich derweil ein Schicksal, sie werden massiv angegriffen, als radikale Linke, linkslastig, verschwörerisch, kapital- und wirtschaftsnah beschimpft,die einzig die Meinung von Kommunisten und Sozialisten verbreiten, als Einheitspresse. Selbst die Welt, die gewiss dem absolut nicht entspricht, was sie sich teilweise shitstormartig anhören muss, und die schon Postings zulässt, die so weit weg von rechtsradikalem Gedankengut wahrlich nicht sind.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-11 18:04:47
Letzte Änderung am 2012-10-11 20:19:52

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