• vom 12.10.2012, 20:12 Uhr

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Update: 12.10.2012, 20:21 Uhr
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Europa

Friedensnobelpreis-Und wohin mit dem Preisgeld?


Von denise-a. langner-urso

  • Das Preisgeld sollte dafür benutzt werden, zu Sonderkonditionen und zumindest für die Wintermonate Obdachlosen Unterkünfte bereit zu stellen.

Die Menschen der EU wurden ausgezeichnet und die EU hat damit auch eine gewaltige Verpflichtung den Bürgern gegenüber, allen Menschen, auch denen, denen die Krise die Existenz genommen hat.


Zu hunderten schlafen sie unbemerkt auf den Straßen der Städte von
Griechenland und Spanien, Menschen, die um ihr gesamtes Hab und Gut
gebracht wurden, von kurzsichtigen Politikern, der Wirtschaft, den
Banken. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Menschen zu helfen, ein Zeichen
dafür zu setzen, dass Europa ein würdiger Preisträger ist. Jetzt muss
das Herumhacken auf denen enden, die wahrlich meist nichts dafür können,
dass ihnen so übel mitgespielt wurde.

Jetzt muss Europa beweisen, dass es ein Herz hat, dass eben nicht alleine der Profit zählt! Das Preisgeld sollte dafür benutzt werden, zu Sonderkonditionen und zumindest für die Wintermonate Obdachlosen Unterkünfte bereit zu stellen.

Die EU sollte das Geld verwenden um zum Beispiel in den vielen
leerstehenden Gebäuden Spaniens Räume anzumieten, damit nicht demnächst die Menschen, die ohne Wohnungen da stehen, erfrieren, denn der Winter naht.

Auch in Griechenland sollte man für ein paar Monate ohnehin leerstehende Pensionen und Gebäude zu Sonderkonditionen anmieten.
Notfalls muss man eben auch dazu greifen, Eigentümer vorübergehend zu
enteignen, ihnen den preis diktieren, denn sie haben von der Krise ja
profitiert. Und meist finden sich derzeit ohnehin keine Käufer, oft sind
es ja Banken, die auf dem Leerstand sitzen.
Das wäre ein Zeichen an die Menschen Griechenlands und Spaniens, die
jetzt so sehr an Europa verzweifeln, den Glauben an das Staatengebilde
verloren haben.

Das brauchen die Menschen jetzt in der Krise, das braucht Europa um
sich selbst zu bestätigen, um sich zu rechtfertigen, um zu den
eigentlichen Zielen zurück zu kehren.

Ein Friedensnobelpreisträger, vor dessen Türen Menschen erfrieren?
Dann wäre Europa wirklich am Ende, dann hätte es endgültig seine
Berechtigung verloren.

Man wird nicht jede Not lindern können, aber vielleicht würde das
Preisgeld aufgestockt von unerwarteter Seite. Vielleicht wäre es Ansporn
für Organisationen, einige Millionäre und Milliardäre, jetzt etwas
zurück zu geben an jene Menschen, denen sie ihren Wohlstand verdanken,
denen sie dafür aber zumindest etwas Wärme im Winter schulden.

©denise-a. langner-urso/menschenzeitung.de



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-12 20:14:45
Letzte Änderung am 2012-10-12 20:21:53

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