• vom 23.06.2016, 16:18 Uhr

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Der Schutz eines Grundwertes: Leben




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Von Benjamin Abtan


    Benjamin Abtan ist Gründer und Präsident von "EGAM - European Grassroots Antiracist Movement" und koordiniert das europäische Netzwerk von Parlamentariern gegen Genozide, Massenmorde und Genozidleugnung, das 175 Abgeordnete aus 31 Ländern verschiedenster politischer Herkunft umfasst (vollständige Liste auf www.egam.eu).

    Benjamin Abtan ist Gründer und Präsident von "EGAM - European Grassroots Antiracist Movement" und koordiniert das europäische Netzwerk von Parlamentariern gegen Genozide, Massenmorde und Genozidleugnung, das 175 Abgeordnete aus 31 Ländern verschiedenster politischer Herkunft umfasst (vollständige Liste auf www.egam.eu).© privat Benjamin Abtan ist Gründer und Präsident von "EGAM - European Grassroots Antiracist Movement" und koordiniert das europäische Netzwerk von Parlamentariern gegen Genozide, Massenmorde und Genozidleugnung, das 175 Abgeordnete aus 31 Ländern verschiedenster politischer Herkunft umfasst (vollständige Liste auf www.egam.eu).© privat

    Syrien, Irak, Darfur, Burundi... Die unerträgliche Liste der Gräueltaten, die sich zu Völkermorden entwickeln könnten und vor unseren Augen begangen werden, ist lang.

    Zeitgleich beobachten wir auf unserem Kontinent eine zunehmende Verleugnung von Völkermorden durch politische Parteien und einer bestimmten, immer populäreren werdenden Kultur, welche sich durch unterschiedlichen Formen kennzeichnet: Leugnung oder Umkehrung der Tatsachen, Relativismus, Verwirrung oder Konkurrenz der Opfer.

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    Doch Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel lehrt uns: "Der Henker tötet immer zweimal, das zweite Mal durch Schweigen." Die Völkermord Verleugnung ist die Fortsetzung des Völkermords.

    Deshalb münden die Prävention von Völkermorden und massenhaften Gräueltaten sowie das Engagement gegen Völkermord- Leugnung in ein und dieselbe Bewegung.

    Es handelt sich um den Schutz eines Grundwerts - Leben - und eine Verpflichtung, welche die Gesellschaft und nationale sowie parteiische Identitäten teilen. Es geht uns alle etwas an.

    Mitglieder der Parlamente haben die Befähigung Maßnahmen zu ergreifen und tragen damit eine besondere Verantwortung. Diese Verantwortung verpflichtet uns zu handeln.

    Trotz verschiedener Hintergründe und Unstimmigkeiten zwischen uns, vereinigen wir uns im Namen der Menschlichkeit, um Völkermorde und Massenverbrechen zu verhindern und Genozid Leugnung zu bekämpfen.

    Mit einer universalistischen Herangehensweise wollen wir sicherzustellen, dass die Wahrheit über die Lüge herrscht, Wissen über die Unwissenheit, die Solidarität über den Egoismus, das Leben über Zerstörung.

    Zusammen mit verschiedenen internationalen, regionalen und nationalen Organisationen sowie mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen wollen wir garantieren, dass die Verantwortung der Genozid Prävention mit Strenge und Effizienz implementiert wird.

    Konkret werden wir erstens Fakten und Tatsachen dokumentieren. Wir wollen die breite Öffentlichkeit, unsere Regierungen und europäische, regionale sowie internationale Institutionen informieren und vor Gefahrensituationen warnen.

    Außerdem wollen wir sicherzustellen, dass sich diese Institutionen, beginnend mit unseren Regierungen, sich entschlossen verpflichten ein Ende für alle potenziellen Völkermorde zu setzen - wo auch immer sie in der Welt stattfinden.

    Weiterhin arbeiten wir an Ort und Stelle innerhalb der Institutionen, beginnend mit unseren Parlamenten, um Mechanismen zur Überwachung und Intervention von Risikosituationen zu entwickeln, damit Massengrausamkeiten verhindert werden oder die bereits stattfindenden, endlich stoppen.

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    Dokument erstellt am 2016-06-23 16:23:05



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