Hermann Schlösser

Menschen in der Menge


Samstagnachmittag auf der Mariahilferstraße. Das bedeutet vor allem: Trubel. Jetzt, wo die Straße im Wesentlichen den Fußgängern gehört, ist sie ja nicht leerer als früher, eher im Gegenteil. Kolonnenartig bewegen sich zwei Mengen aufeinander zu und mit einer gewissen Wendigkeit aneinander vorbei. Eine Gruppe wandert vom Westbahnhof in Richtung... weiter




Severin Groebner

Die Bücher der Bösen1


Was Menschen lesen, sagt etwas über sie aus. Erwin Prölls "Schatz im Silbersee" ist ebenso ein Klassiker des heimischen politischen Literaturverständnisses geworden wie H. C. Strache und seine zehn Jahre andauernde Lektüre von Paulo Coelho. Und fragt man einen beliebigen, sozialdemokratischen Bundeskanzler der letzten 20 Jahre nach seinem... weiter

Severin Groebner ist Kabarettist, sein neues Programm heißt "Vom kleinen Mann, der wissen wollt, wer ihm auf den Kopf g’schissen hat" und er spielt es da und dort.Alle Beiträge dieser Rubrik unter:www.wienerzeitung.at/glossenhauer



Claudia Aigner

Make Love, Not Music12


Na ja, zu einer Brücke gehören eben zwei Ufer. Und das Motto des Song Contests lautet schließlich "Building Bridges " und nicht "Bau ma an Badesteg". (Mit der Schadenfreude der Kinderlosen stelle ich mir vor, wie Hetero-Mamas und -Papas in Rollenspielen proben, wie sie ihren Nachwuchs aufklären. Über Homosexualität im Straßenverkehr: "Mama... weiter




Robert Sedlaczek

Ficker ist kein unanständiger Name33


Jeder, der sich für die österreichische Sprache interessiert, wird Jakob Ebner kennen. Er ist der bedeutendste Lexikograf unseres Landes. Sein Buch "So sagt man in Österreich", im "Duden"-Verlag in zahlreichen Auflagen erschienen, ist das umfangreichste Wörterbuch des österreichischen Deutsch. Außerdem ist Ebner seit vielen Jahren ein wichtiges... weiter

Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache, zum Beispiel: "Das österreichische Deutsch".



Paul Vécsei

Glückliches Wien, feiere!1


Festwocheneröffnung, opulenter Life Ball bis zum Exzess, ein Song-Contest-Spektakel bis zum Abwinken. - Wien liegt im gut geplanten Event- und Festivalfieber. Apercus gehören dazu. So die inszenierte Eröffnung von Geschäften der Seestadt Aspern. Hätten bloß die Violetten im Fußball-Derby nicht gerade eine solche über die Rübe gekriegt... weiter




Hilde Weiss

Einfach, praktisch, für die Arbeit2


Auch beim modischsten Outfit, "der Ausrüstung" (Ausstattung), geht es, zumindest aus sprachlicher Sicht, bei Weitem nicht so schick zu, wie man glauben möchte - bei der Robe zum Beispiel, "die geraubt ist" (erbeutet), vom altfränkischen Wort rauba für Beute, oder beim Sakko, vom lateinischen Wort saccus für Sack, da ohne Taille geschnitten... weiter

Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.



Andreas Rauschal

Hospital-Blues2


Wenn man ins Krankenhaus muss, ist das zumeist eher unangenehm. Geht der Grund für den Aufenthalt von den Ohren aus - und benötigt man die Nämlichen im Beruf -, umso mehr. Was fällt einem im Spital selbst akustisch auf, wie klingt dieser (Un-)Ort, an dem man genesen soll? In der Erstaufnahme pflaumen potenzielle Patienten einander zunächst an... weiter




zurück zu Meinungen   |   RSS abonnieren