Matthias G. Bernold

Servicegedanken1


Im Café La Plazuela am Plazoleto Rosario im kolonialen Stadtzentrum von Bogota sitzt ein älterer Herr mit kleinem Gesicht unter großem Hut. Im Dreiteiler mit Krawatte und dazu passendem Schnurrbart hat er am Fenster Platz genommen und sieht aus, als säße er hier schon seit Amerigo Vespuccis Landung in Südamerika... weiter




David Axmann

Der alte Fernseh-Specht


Neulich ist mir der Schauspieler Manfred Krug noch sympathischer geworden. Sie kennen doch Manfred Krug? 1937 in Duisburg geboren, übersiedelte er mit seinem (geschiedenen) Vater 1949 in die gerade gegründete DDR. Krug absolvierte eine Lehre zum Stahlschmelzer im Stahl- und Walzwerk in Brandenburg an der Havel... weiter




Severin Groebner

But und Göse5


Das sind Tage, wo so manchem Mediävisten das Herz lacht. Richard III., bekannt und gefürchtet aus dem Shakespeare-Drama, letzter englischer König des Hauses Plantagenet, dritter Duke of York, wurde dieser Tage rehabilitiert. Und nicht nur das, er wurde sogar erneut beigesetzt, nachdem er zuerst mühsam unter einem Parkplatz hervorgebuddelt wurde... weiter

Severin Groebner ist Kabarettist, sein neues Programm heißt "Vom kleinen Mann, der wissen wollt, wer ihm auf den Kopf g’schissen hat" und er spielt es da und dort.Alle Beiträge dieser Rubrik unter:www.wienerzeitung.at/glossenhauer



Claudia Aigner

Frauen leiden am Stockholm-Syndrom52


An sich bin ich ja eine Optimistin. So eine hat die Hosen immer halb voll , nie halb leer . Doch letzten Sonntag in der U4, da hatte ich sie gestrichen voll. Da bin ich nämlich nur knapp einer Notbremsung entkommen. "Und dabei bin ich völlig g’sund", hat Tobias L. (richtiger Name der Redaktion und mir total unbekannt) also in sein Smartphone... weiter




Robert Sedlaczek

Alle zehn Tage stirbt eine Sprache5


Der Artenschutz ist in aller Munde. Seit 1966 werden Rote Listen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten erstellt und spezielle Programme zielen auf den Schutz bedrohter Arten ab. Übergreifendes Ziel ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt - Stichwort Biodiversität. Aber wer kümmert sich um die gefährdeten Sprachen? Linguisten schätzen... weiter

Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache, zum Beispiel: "Das österreichische Deutsch".



Hilde Weiss

Schwerter, Sporen, Pfähle1


Am häufigsten wird alles Grünende und Blühende nach dem Aussehen benannt: So kommt die Tulpe, "die Turbanartige", vom türkischen Wort tülbent für Turban. Rittersporn erinnert an Reitersporen. Die Gladiole kommt, wie auch die Gladiatoren, vom lateinischen Wort gladius für Schwert. Die Lilie geht auf das lateinische Wort lilium für Lilie und... weiter

Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.



Mario Rausch

Hairstyling am Nil3


"Man nehme Leber vom Esel und lasse sie in einem Topf verrotten. Erhitzen, Schmalz zugeben, einmassieren". Auf diese kurze Formel bringt ein altägyptischer Text die Herstellung eines Haargels, das dabei helfen sollte, das Grau aus den Haaren zu bekommen - graue Haare galten nämlich schon den alten Ägyptern als wenig schick... weiter




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