• vom 13.04.2012, 10:00 Uhr

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Von Christina Mondolfo



Frei herausgesagt: Mir geht der derzeitige Radfahr(er)-Hype mächtig auf die Nerven. Und das ständige Hinhauen auf die Autofahrer auch, wenn nicht sogar noch mehr. Ich bin zu 95 Prozent Öffi-Benutzer und Fußgänger, der geringe Rest entfällt auf das Auto. Ich erlebe Rad- und Autofahrer also großteils aus einer ganz anderen Perspektive, nämlich aus der des schwächsten Teilnehmers im ganzen Verkehrswirrwarr. Und da fällt mein Urteil eindeutig zugunsten der Autofahrer aus - die nehmen nämlich zumindest meistens Rücksicht auf die Fußgänger, was ich von den Radfahrern kaum behaupten kann. Die fahren gerne bei Rot über die Kreuzung, egal ob die Fußgänger gerade Grün haben. Auf dem Gehweg wird man heftig angeklingelt oder angeschrien, wenn man nicht sofort auf die Seite springt, wenn ein Pedalritter angerast kommt - obwohl der auf dem Gehweg überhaupt nichts verloren hat. In der U-Bahn steht das dreckige Bike meist so, dass man kaum vorbeikommt. Und die Straßenverkehrsordnung? Gilt offenbar nicht für Radfahrer, die mit Vorliebe gegen die Einbahn fahren, Radwege ungenutzt lassen und hemmungslos rechts überholen. Schwarze Schafe gibt es überall, aber wie wäre es, wenn sich jeder von jeder Fraktion an der Nase nimmt und beweist, dass es auch anders geht? Ausspielen lassen sollte sich aber keine Gruppe, das macht es nur noch schlimmer.

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Dokument erstellt am 2012-04-11 13:38:04


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