
Wie heißt die sogenannte Krone der Schöpfung? a) Homer Simpson.
b) Homo sapiens. Okay, das war blöd. Aber diese komische Zahlenreihe vom John Horton Conway (1, 11, 21, 1211 . . .) erinnert mich halt irgendwie an das klassische Bild von der menschlichen Evolution, wo unsre stark behaarten Vorfahren im Gänsemarsch hinter einem rasierten Affen hertrotten, hinter dem modernen Menschen, und wo ich mich ebenfalls frag’: Australopithecus, Homo habilis, Homo erectus, Homo sapiens - und wie geht die Geschichte weiter? (Hm. Wahrscheinlich spaziert der nackte Affe ins nächste Kleidergeschäft und kauft sich endlich was zum Anziehen.) Und die Conway-Folge zeigt die Evolution der Ziffer Eins. Oder eigentlich, wo das hinführt, wenn man jemanden, der an einem unkontrollierbaren Zählzwang leidet, auch nur mit einem einzigen Einser allein lässt. Der fängt an zu zählen und hört nimmer auf. (Nanu, ein Einser. In Ziffern ausgedrückt: 11. Oh, geil, jetzt sind’s zwei Einser: 21. Jö, ein Zweier und ein Einser! Kurz: 1211. Das wird ja immer besser: 111221, 312211 . . .) Im Endeffekt muss man bloß bis drei zählen können und kann sich bis in alle Ewigkeit vergnügen.
Also, ein Dreieck hat bekanntlich drei Seiten. Ein Viereck vier. Doch wie viele hat ein Post-it? Sechs? (Nämlich noch zusätzlich eine Vorder- und eine Rückseite. Sonst könnte man ja nix draufschreiben.) He, dann besäße es gleich viele Seiten wie ein Würfel, der immerhin dreidimensional ist. Und während man von diesem maximal drei Seiten gleichzeitig sehen kann, wären es beim Post-it fünf. (Die vier Seiten vom Quadrat und die Vorderseite.) Ach ja, bezüglich der Erektion des Post-its hat es eine Anfrage gegeben. Wie ich das denn gemeint hätte, dass das Post-it "steht". Lieber Andreas! Um einen Papyrus erectus zu erzeugen, ein erigiertes Papier, das standfest ist wie ein Ovum erectum, wie ein aufrechtes Ei, ein Ei des Kolumbus (bei Windstille zumindest), wendet man dieselbe Technik an wie der Hans Christian Andersen bei der kleinen Meerjungfrau, als er sie auf die Schwanzflosse gestellt hat. Man spaltet dem Klebezetterl einfach den "Unterleib". Macht ihm Beine. Und davon spreizt man eins nach vorn und das andre nach hinten ab.
Der Andreas gehört übrigens zu einer Künstlergruppe (www.postitartcreators.de), die fabriziert quasi Graffiti aus Post-its. (Postiti?) Für die ist ein Post-it ein Pixel zum Anfassen. Einmal haben diese Pixelangelos ganze 4000 in ein Porträt reingesteckt. Ausgerechnet in eins vom Steve Jobs. Den die Apple-Gemeinde verehrt hat wie einen Digitalai Lama. Analoge Pixel, das ist, als würde man einen Bildschirmschoner häkeln. Und ab und zu hängt man diesen 16-Zoll-Topflappen eben vor den Monitor.
Ich bin ja auch so eine, die sich von der Zettelwirtschaft nicht trennen kann. Die noch Zahlscheine ausfüllt. Und ihre Termine in einen Kalender schreibt, für den ein unschuldiger Baum umgelegt worden ist. Und was benutze ich wohl, um mich in Wien nicht zu verirren? a) Eine GPS-App. b) Ein Wollknäuel. Und den Anfang vom Faden knote ich an einem Laternenpfahl fest. Richtig: b. Nein, natürlich schlepp’ ich ein 116-seitiges Büchl mit mir herum. Den "Großen Buchplan Wien". Eine Antiquität aus dem Jahr 1964. (Gut, das Wollknäuel wär’ vielleicht doch aktueller.)
Jeder, der Filme mag, kennt das Gesicht von Harrison Ford, Michelle Pfeiffer und vielen anderen mehr. Und er kennt die Stimmen der Schauspieler...weiter