• vom 25.05.2012, 16:56 Uhr

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Glossenhauer

Euro Horror Singing Show


Von Severin Groebner

  • Heute wird das Finale des Songcontests über die Bildschirme flimmern. Als wäre das nicht schon tragisch genug, ist Österreich auch noch ausgeschieden.

Severin Groebner ist Autor und Kabarettist, sein neues Buch heißt "Servus Piefke", mit dem gleichnamigen Programm ist er am 6. und 7. Juni im Kabarett Niedermair zu sehen.

Severin Groebner ist Autor und Kabarettist, sein neues Buch heißt "Servus Piefke", mit dem gleichnamigen Programm ist er am 6. und 7. Juni im Kabarett Niedermair zu sehen. Severin Groebner ist Autor und Kabarettist, sein neues Buch heißt "Servus Piefke", mit dem gleichnamigen Programm ist er am 6. und 7. Juni im Kabarett Niedermair zu sehen.

Im menschenrechtsfreien Raum Baku wird also heute ein strahlender Sieger gekürt werden. Dann wird

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er oder sie sein oder ihr "Lied"

noch einmal trällern und in sechs Monaten in der Versenkung verschwunden sein. So ist es. Jahr für Jahr.

Dabei gibt es heuer auch Erfrischendes. Italien schickt ein tatsächlich gutes Lied ins Rennen, das von

einer Sängerin interpretiert wird, die diese Bezeichnung auch

verdient, und nebenbei auch sehr gut auszusehen versteht. England parodiert mit dem deutschen Engelbert Humperdinck seine weltbe-rühmten Pub-Besucher und Montenegro ist leider ausgeschieden, obwohl da ein frühpensionierter Mathematik-Lehrer mit einem Holzpferd über den Euro gesung. . . gesprochen hat.

Der Rest ist wie immer. Unkontrolliertes Rumgehüpfe in Kostümen, die übelmeinende Außerirdische entworfen haben, zu Beats und Harmonien, die der aufmerksame Supermarkt-Besucher schon seit 1991 kennt, vorgetragen von jungen Menschen, die zeigen, wie groß die Verzweiflung in dieser durch Arbeitslosigkeit bedrohten Generation in Europa bereits ist. Mache alles - sogar Songcontest.

Und es gibt natürlich "Balladen". Also gallertartige, musikalische Murenabgänge, in denen der Interpret (meist Interpretin) einzelne Töne soooo laaaaaaange häääääääääääääääält bis das Publikum klein beigibt und zu Klatschen beginnt. Unbedarfte Gemüter sehen darin Emotion oder Leidenschaft. In Wahrheit sind das akustische Erpressungsversuche.

Frankreich probiert das heute so. An dessen Vertreterin wird man sich gerne erinnern - wenn man erst die Albanerin, die unter ihrer Frisur leidet, und ihren Fliegeralarm überstanden hat.

Österreich ist aber leider ausgeschieden. Schade.

Da dies aber einer musikalischen Weltmacht unwürdig ist, bekommt jetzt Wien eine Popakademie.

Yeah! Denn es ist wichtig für

die Musikstadt Wien, - Shake it, Baby! - die ja auf ein reiches musikalisches Erbe - Come on! - zurückblicken kann, die Vergangenheit - Don’t you remember? - mit der Zukunft zu verbinden, um so - Feel the beat! - auch für kommende Generationen - Why can’t you see? - eine zielgerichtete Ausbildung - Push it, push it! - anzubieten. So wird der Musikstandort - Take the chance! - gestärkt und auch abseits traditioneller Institutionen - You drive me crazy! - eine Möglichkeit angeboten,- In the heat of the night - die jungen Leute nützen können, um ihr kreatives Potenzial - Let the rhythm take control! - zur Entfaltung zu bringen. - Bang! Boom! Bang! - Schließlich ist es von immenser Bedeutung für eine Gesellschaft - Can’t you feel it? - auch künftigen Talenten - Like there is no tomorrow - einen Weg aufzuzeigen, auf dem sie -I wanna see you sweat! - sich durch ihren ganz individuellen künstlerischen Ausdruck - Do it! Do it! - als produktives Mitglied - Be part of it! - der Gemeinschaft erweisen können.

Und so wird das dann auch mit dem Songcontest wieder mal klappen.

Sonst wäre das ja alles für den Uh-Uh!




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Dokument erstellt am 2012-05-25 17:02:03


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