
Gibt es Außerirdische? Irgendwo ganz sicher. Denn bei Milliarden von Galaxien mit jeweils Millionen von Sternen ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet die Erde in diesem unvorstellbar großen Universum der einzige Planet mit Lebewesen darauf sein soll. Das sagt niemand geringerer als der geniale Astrophysiker Stephen Hawking, und ich bin sehr geneigt, dieser Ansicht zuzustimmen.
(Bitte belassen wir es dabei und versuchen uns jetzt nicht, uns vorzustellen, wie weit sich die "unendlichen Weiten des Weltraums", wie es in "Star Trek" so schön heißt, tatsächlich erstrecken - und vor allem, was sich hinter dem Universum versteckt, denn selbst nach der Unendlichkeit müsste doch etwas kommen . . . oder nicht? Ein Gedanke, der mich jedes Mal im Geiste ganz klein werden lässt ob seiner Unvorstellbarkeit, und der für mich in dieselbe Kategorie gehört wie die Frage nach einer Existenz Gottes und eines Lebens nach dem Tod . . .)
Gehen wir also davon aus, dass es tatsächlich intelligentes Leben gibt, so stellt sich die Frage, warum wir es noch nicht entdeckt haben. Obwohl, eigentlich wundert es mich gar nicht. Denn wenn es wirklich intelligent ist, will es gar nicht von uns entdeckt werden. Weil es dann schon längst mitbekommen hat, wie wir mit der Schöpfung umgehen - und es selbst hoffentlich zuhause besser macht.
Artikel erschienen am 10. August 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 3
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