• vom 12.01.2011, 19:00 Uhr

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Update: 12.01.2011, 19:01 Uhr

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Düsterer Blick in die Zukunft




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Von Ina Weber

  • Die Zukunft sieht, wenn es nach dem deutschen Sender ZDF geht, wahrlich traurig aus: Die Spitäler behandeln nur noch Menschen mit Privatversicherungen. Die Alten müssen ihr Hab und Gut verkaufen, um sich ihre Pflege leisten zu können. Auf den Straßen herrscht Anarchie, da es keine Sozialleistungen mehr gibt. Immer mehr Menschen fallen unter die Armutsgrenze und können sich Bildung für ihre Kinder nicht mehr leisten. Der Staat wird total überwacht. "2030 - Aufstand der Jungen" ist Fiktion, aufgebaut auf realen Fakten. Die demografische Entwicklung nahm der Sender bereits im Jahr 2007 zum Anlass für einen dreiteiligen Fernsehfilm namens "2030 - Aufstand der Alten". Der damalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender bezeichnete den mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Dreiteiler gar als "Demografie-Krimi": Die Bundesregierung tritt im genannten Jahr geschlossen zurück. Ein Drittel der Rentner leben unterhalb der Armutsgrenze. "Freiwilliges Frühableben" wird in die Leistungskataloge der Krankenkassen aufgenommen .. .





Ob eine überspitzte Darstellung der Zukunft Sinn macht und über eine bloße Angstmache hinausgeht, ist mit diesem Format mehr als fraglich. Die Vermischung von realen Fakten mit einer fiktionalen Horror-Version ist weder einer Lösung noch einer guten Veranschaulichung dienlich. Lavinia Wilson, Hauptdarstellerin in "2030 - Aufstand der Jungen", meinte in einem Interview, dass wir zwar alle wissen, was passieren könnte, doch niemand tue etwas dagegen. Die Doku-Fiktion ist ganz in ihrem Element: Desinteressierte Zuschauer an trockene Themen heranführen, etwas Angst und Panik dazu und damit die Masse unterhalten. Anschließend abschalten.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2011-01-12 19:00:33
Letzte Änderung am 2011-01-12 19:01:00


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