• vom 05.11.2010, 20:03 Uhr

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Update: 05.11.2010, 20:35 Uhr

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Unverständnis von hier bis Moskau




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Von Eva Stanzl

  • Zuerst das Geld, dann die Moral. Wie jedes Jahr, wenn um Budgetgelder gerangelt wird, schlägt diese Haltung auch auf die Forschung durch. So droht die Akademie der Wissenschaften, angesichts des stagnierenden Budgets ihre Spitzeninstitute bevorzugen zu wollen und im Gegenzug Einrichtungen, die ihre Zielvereinbarungen nicht erreichen, notfalls zu schließen.



Ein pragmatischer Lösungsansatz. Dennoch ein Schwenk. Denn hatten nicht sämtliche Vertreter der Grundlagenforschung genau diese Orientierung das ganze Jahr an ihren Fördergebern kritisiert? Die heimische Forschungspolitik sei zu sehr an Resultaten interessiert, die angewandte Forschung würde stets bevorzugt, hieß es. Die Strategie der Akademie kann nur als Versuch interpretiert werden, die Übeltäter quasi mit ihren eigenen Waffen zu schlagen - und sich ebenfalls an Resultaten zu orientieren. Wenn schon, denn schon. Denn in der angewandten Forschung wurden klare Anreize gesetzt durch die erhöhte Forschungsprämie: Wer mehr absetzen kann, investiert mehr. Die Kürzungen in der Grundlagenforschung folgen dagegen keiner erkennbaren Strategie. Vielmehr verzichtet man heute darauf, Dinge zu entwickeln, die künftig viel Geld bringen könnten.

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Im Ausland sieht man die Sache dagegen klar: Die Kürzungen bei renommierten Einrichtungen, wie dem Schrödinger-Institut, lösen Unverständnis von Brüssel bis nach Moskau aus.

ÖAW überlegt Personalabbau und Schließungen



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2010-11-05 20:03:26
Letzte Änderung am 2010-11-05 20:35:00

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Trauer und Blumenkundgebungen vor dem Haus Udo Jürgens in Gottlieben, Schweiz.

22.12.2014: Eine Inderin sitzt in einem Feld aus "Gobar" (Kuhdung), der an der Luft getrocknet wird und vor allem in ländlichen Regionen des Landes zum Kochen und Heizen genutzt wird. Platz 10: CLEVERE ÄFFCHEN. Weißbüschelaffen können mit Lehrvideos etwas anfangen - jedenfalls wenn es darum geht, Leckereien aus einer Kiste zu holen. Den meisten der in Südamerika heimischen Tiere gelang das, nachdem sie im brasilianischen Dschungel per Video Artgenossen zugesehen hatten, die den Kistentrick schon beherrschten.

Doch nicht für immer: Liebesschlösser an der Pont des Arts in Paris werden entfernt. Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

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