• Artikel vom 10.02.2012, 18:20 Uhr

Kommentare

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Gesehen

Kein Entkommen vor den Narren


Von Werner Grotte


© ARD © ARD

So manchem wird es spätestens heute Abend im TV reichen: Von ORF bis ARD, von WDR bis Bayern, überall steht der Abend schwer im Zeichen der Narren. Jo mei, solln’s halt a bissl feiern. Lei Lei, Fasching, Bälle und Gschnas gibt’s ja auch in Österreich. Ah ja? Wer die letzten Wochen deutsche Lokalsender streifte, stieß zwangsläufig auf für uns Ösis kaum nachvollziehbare Lustigkeitsorgien à la "Hessen lacht zur Fastnacht", "Herrliches, närrisches Thüringen", "Die beliebtesten Karnevalssitzungen der Nordrhein-Westfahlen", "Unsere größten Fastnachtshits" oder "Schwaben weißblau", um nur einige zu nennen. Und wie so oft kann der TV-Konsument nur vage erahnen, was wirklich hinter der scheinbar seichten Witzelei steckt. "Kölle Alaaf" & Co., das ist Ausnahmezustand für alle Generationen und Schichten südwestdeutscher Städte, Dörfer, Bezirke, Schulen. Jeder macht seinen Umzug, jeder näht seine Kostüme, kreiert sein Thema; fast jeder kommt sogar ins Fernsehen, weil sich ja sonst nichts abspielt, selbst die Kriminalität hat Pause. Denn Karneval ist keine Folkloredarbietung für Touristen, sondern tief verankertes Brauchtum, das im Rheinland bis in die Römerzeit reichen soll. Der Begriff "Karneval" wird von "carrus navalis" abgeleitet, einem mit "Jecken" beladenen Schiffskarren, der zu Winteraustrieb durch die Limes-Grenzstadt Colonia gezogen wurde. Was ist dagegen die eine Woche, die TV-Konsumenten noch aushalten müssen, bis die Narrerei mit Rosenmontag und Faschingdienstag endlich ihr Finale erreicht. Für heuer.

Werbung




Schlagwörter

Medienkritik

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-10 18:26:05


Beliebte Inhalte



"Blind – oder nie mehr Sex?" ist das neue "Frucade oder Eierlikör?" – und auch sonst lehnte sich "Demokratie – Die Show" eher bei...weiter

Noch hat es die Austria-Führung nicht ausgesprochen, doch die Entscheidung über die Zukunft von Ivica Vastic dürfte gefallen sein...weiter

Großes Tauziehen um das Urheberrecht. Dazu noch ein Verfahren gegen die Internet-Plattform Youtube, auf der man massenhaft Film und Musik kostenlos...weiter

Alle Beiträge dieser Rubrik unter:
  • Das Mikser Festival in Belgrad will mit Design und Ausstellungen ein Stadtviertel beleben.
  • weiter

Alle Beiträge dieser Rubrik unter: - © www.godany.com
  • Wer am Land wohnt, in der Stadt arbeitet und sich das subventionieren lässt, privatisiert den Nutzen und vergesellschaftet die Kosten...
  • weiter

Alle Beiträge dieser Rubrik unter: - © www.godany.com
  • Wer am Land wohnt, in der Stadt arbeitet und sich das subventionieren lässt, privatisiert den Nutzen und vergesellschaftet die Kosten...
  • weiter

Der Autor ist Sprecher der "Initiative Qualität im Journalismus"; zuvor "Wirtschaftsblatt", "Presse" und "Salzburger Nachrichten".
  • Die Manipulation von Auflagenzahlen rächt sich.
  • Allein die "News"-Auflage ist um ein Viertel geschrumpft.
  • weiter

Teamchef Marcel Koller hat sich festgelegt, dass er David Alaba entgegen seiner Position beim Verein weiterhin im zentralen Mittelfeld einsetzen will...weiter



Werbung




Ein Demonstrant zeigt der berittenen Polizei das Victory Zeichen.  Hunderte Amerikaner gingen am Wochenende auf die Straße, um gegen den NATO-Gipfel in Chicago zu protestieren.

Das amerikanische Model Lydia Hearst posiert für die Kamera. Schauspieler Antonio Banderas kommt in Vertretung seiner Frau, Melanie Griffith, zur Red Ribbon Celebration Concert am Vorabend des Life Balls im Burgtheater.

20.05.2012: Auch beim G8-Gipfel führte kein Weg am Champions League-Finale vorbei. Jubel und Trauer lagen sichtbar nah beinand, v.l.n.r.: Der britische Premier David Cameron, US Präsident Barack Obama, deutsche Kanzlerin Angela Merkel, Kommissionspräsident José Manuel Barroso,, der französische PräsidentFracois Hollande (sitzend). Wien. (cra) Castingshows haben schon lange die Welt der Klassik erreicht: Zum vierten Mal diente der Auftakt der Wiener Festwochen als Austragungsort des Wettbewerbs "Eurovision Young Musicians." 
Im Bild: Emmanuel Tjeknavorian, der österreichische Teilnehmer des "Eurovision Young Musicians 2012".

Werbung