• vom 18.04.2012, 17:22 Uhr

Kommentare

Update: 18.04.2012, 17:49 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Abseits

Alaba ist mehr als nur ein Talent


Von Simon Rosner



Jetzt wissen es auch die USA: "Teenager Alaba Catches the Eye in Bayern Win", steht auf der Homepage der "New York Times" und vieler weiterer Medien, die eine Reuters-Geschichte veröffentlicht haben. Alaba ist die Entdeckung der Saison, nicht nur in Deutschland, nein, in ganz Europa. Gegen Real hatte Alaba sogar mit dem großen Cristiano Ronaldo zu tun. Der wollte ihn vernaschen, ließ die Beine wirbeln, dann hatte Alaba schon den Ball. Nach der Partie sollte Bayern-Coach Jupp Heynckes zum wiederholten Mal den 19-Jährigen loben. "Es ist großartig, dass er als junger Spieler so eine Leistung abliefert."

Werbung

Schon jetzt ist Alaba mehr als nur Talent, denn Talente machen viele Fehler oder andere Blödsinnigkeiten. Alaba macht aber kaum Fehler und agiert mit der Reife eines Routiniers. Es besteht daher nicht die Gefahr, dass Alaba zum ewigen Talent avanciert, wie es so manch anderem Hoffnungsträger ergangen ist.

Seine Vielseitigkeit ist ein weiterer Trumpf. Bis auf Stoßstürmer und Torwart kann Alaba alles. Deshalb hat auch Ex-Trainer Louis van Gaal jegliche Einkaufsvorschläge stets mit den Worten "Wir haben Alaba!" abgelehnt.

Was Alaba nicht kann: Österreich in Alleinregie zum Weltmeister machen. Doch je öfter ein Legionär gelobt wird, desto mehr wird hier erwartet. Und so wurden alle Fußball-Größen, die dieses Land hervorgebracht hat, hier auch schon ausgepfiffen.

Deshalb sei es jetzt an dieser Stelle festgeschrieben: Alaba hat im Nationalteam das Recht, mal schlecht zu spielen, ja sogar einen richtigen schwarzen Tag zu erwischen. Er muss sich das Recht ja nicht immer nehmen.




Schlagwörter

ÖFB, Abseits, FC Bayern, David Alaba

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-18 17:29:01
Letzte Änderung am 2012-04-18 17:49:53


Beliebte Inhalte



Neulich hat ein Jungjournalist mit türkischen Wurzeln einen Auftrag für eine Geschichte abgelehnt. Sein Argument: Er wolle nicht in die...weiter

An der Hochschule für Philosophie München bekommen die Studenten richtig was geboten. Dort gibt es eine Vorlesungsreihe des langjährigen...weiter

  • Wie sehr die neuen Technologien Arbeitswelt und Individuen verändert haben - und wie wenig die Öffentlichkeit dies wahrnimmt.
  • weiter

Es gibt Fragen, die stellen sich nicht oft im Leben. Eine davon ist: Gibt es eine Überdosis Rosa? Die Antwort darauf ist seit Donnerstag offiziell: Ja...weiter

 - © Stefan Joham Die Parkraumbewirtschaftung in Wien wird immer mehr zur Wissenschaft. Viele wissen schon nicht mehr, wo nun Zone ist und wo nicht...weiter

Der Ausspruch "das geht sich nicht aus" ist universell einsetzbar und trifft auch auf die Koalitionsverhandlungen nach der ÖH-Wahl zu...weiter

Diese Ausländer! Sie können sich einfach nicht in unsere europäische Kultur einfügen, in unsere verfeinerte Lebensart. Davon kann ich ein Lied singen...weiter

  • Während alle über die Grünen jubeln, vollzieht sich die wirkliche Revolution woanders: SPÖ und ÖVP können endlich voneinander lassen - und tun es auch.
  • weiter

Alexander Pereira mag nicht die ausgefeiltesten Programme erstellen, derer sich die Salzburger Festspiele rühmen können - den Ruf als bester...weiter

Was ist in Europas Fußball los? Das muss man sich zwangsläufig fragen, wenn man sich die jüngsten Ereignisse in Mailand und Paris vor Augen führt...weiter



Werbung




Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers. Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

"Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Werbung