
Jetzt wissen es auch die USA: "Teenager Alaba Catches the Eye in Bayern Win", steht auf der Homepage der "New York Times" und vieler weiterer Medien, die eine Reuters-Geschichte veröffentlicht haben. Alaba ist die Entdeckung der Saison, nicht nur in Deutschland, nein, in ganz Europa. Gegen Real hatte Alaba sogar mit dem großen Cristiano Ronaldo zu tun. Der wollte ihn vernaschen, ließ die Beine wirbeln, dann hatte Alaba schon den Ball. Nach der Partie sollte Bayern-Coach Jupp Heynckes zum wiederholten Mal den 19-Jährigen loben. "Es ist großartig, dass er als junger Spieler so eine Leistung abliefert."
Schon jetzt ist Alaba mehr als nur Talent, denn Talente machen viele Fehler oder andere Blödsinnigkeiten. Alaba macht aber kaum Fehler und agiert mit der Reife eines Routiniers. Es besteht daher nicht die Gefahr, dass Alaba zum ewigen Talent avanciert, wie es so manch anderem Hoffnungsträger ergangen ist.
Seine Vielseitigkeit ist ein weiterer Trumpf. Bis auf Stoßstürmer und Torwart kann Alaba alles. Deshalb hat auch Ex-Trainer Louis van Gaal jegliche Einkaufsvorschläge stets mit den Worten "Wir haben Alaba!" abgelehnt.
Was Alaba nicht kann: Österreich in Alleinregie zum Weltmeister machen. Doch je öfter ein Legionär gelobt wird, desto mehr wird hier erwartet. Und so wurden alle Fußball-Größen, die dieses Land hervorgebracht hat, hier auch schon ausgepfiffen.
Deshalb sei es jetzt an dieser Stelle festgeschrieben: Alaba hat im Nationalteam das Recht, mal schlecht zu spielen, ja sogar einen richtigen schwarzen Tag zu erwischen. Er muss sich das Recht ja nicht immer nehmen.
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