Der verbrutzelte Billy Fischer ist doch nicht Billy Fischer, er hat nur seinen Blaumann an, dazu eine Massenkarambolage in einem Tunnel, Stromausfall in ganz Boston und ein Terroranschlag oder war es doch ein Überfall? Dazwischen Totale auf sie: Durchtrainiert mit dunklem langem Haar und feinen Gesichtszügen, bringt sie sogar Mörder und Räuber zur Aufgabe - mithilfe einiger Schummelgeschichten. Man muss erst über den Jordan gehen, um bei ihr zu landen. Pathologin Dr. Jordan Cavanaugh (Jill Hennessy) riskiert in "Crossing Jordan" lieber ihre Anstellung oder sogar ihr Leben, um notfalls auf eigene Faust zu ermitteln - Parallelen zur früher beliebten Serie "Quincy" sind unübersehbar.
Was nach üblicher US-amerikanischen Krimiserie klingt, amüsiert dann doch ein wenig mehr ob der gut gezeichneten Charaktere. Da wäre Jordan, die mit Sturheit und Eigensinn ihrem Vorgesetzten das Leben gewaltig erschwert, und dieser wiederum - Miguel Ferrer als Dr. Garret Macy - mehr mit sich und seiner Tochter beschäftigt ist als mit seinem Job. Und - der eigentliche Grund für diese TV-Kritik - der Chippendales-ähnliche Feschak Jerry OConnell in der Rolle des testosterongeladenen - aber etwas dümmlichen - Detectiv Woody. Er zeigt schon einmal seinen gestählten Oberkörper, um seine Kollegin zu beeindrucken. Doch dies endet meist in recht jämmerlichen Szenen. Mit Witz, jeder Menge Action und attraktiven Schauspielern lässt es sich unbeschwerter ins Land der Träume gleiten. Danke, Vox.
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