
Sturm Graz ist - aus österreichischer Sicht - schon so etwas wie eine Fixgröße im Europacup. Viermal hat man es jetzt, teils unter widrigsten Voraussetzungen, geschafft, ins internationale Geschäft einzuziehen, diesmal verpassen die Grazer dieses zu 99,999 Prozent. Mehr als Rang fünf wird heuer nicht mehr drin sein. Intern hat die ständige Unruhe im Verein ausgemacht. Die Diskussionen um Franco Foda, die in dessen Beurlaubung gipfelten, der Rücktritt des Präsidenten - "das nervt", sagt Manuel Weber. Das mag schon sein, als Erklärung ist das aber zu wenig. Und das jetzt bei jeder Gelegenheit hervorzukramen, ein bisschen larmoyant. Schließlich ist die Causa eh schon erledigt, Sturm hat die Weichen für die Zukunft gestellt oder ist dabei, sie zu stellen. Kommende Woche soll auch ein neuer Trainer präsentiert werden. Wenn der Verein die Europacup- und Liga-freie Zeit nützt, um ein vernünftiges wirtschaftliches und sportliches Konzept zu finden und umzusetzen, ist das mehr wert als ein paar Spiele in Europa mehr oder weniger. Dann muss man diesen und Foda auch nicht mehr nachjammern.
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