Hurra, wir wachsen. Das gilt zumindest für den Fußball, der sich einer Studie des deutschen Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zufolge als "krisensicher" erweist. Laut dem "Annual Review of Football Finance" hat der europäische Fußballmarkt im Geschäftsjahr 2010/11 einen Zuwachs von 4 Prozent auf den Rekorderlös von insgesamt 16,9 Milliarden Euro hingelegt. Das ist doch einmal eine gute Nachricht in der Krise, noch dazu eine Woche vor der Euro, dem Highlight des Fußballs in diesem Jahr.
Noch imposanter allerdings ist die Entwicklung der Spielergehälter, die um mehr als 104 Millionen auf insgesamt 5,6 Milliarden stiegen und damit noch rasanter nach oben gingen als die Einnahmen. In Österreich liegt der Personalaufwand bei 58 Prozent des Umsatzes, in den meisten anderen Ländern mit Ausnahme Deutschlands deutlich darüber. Das sollte dann doch bedenklich stimmen, ebenso wie die Anzahl der schwer verschuldeten Vereine überall in Europa - auch und gerade in Topligen wie der spanischen. Das Jubelgeschrei ist wohl doch etwas übertrieben.
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