• vom 23.07.2012, 18:25 Uhr

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Update: 24.07.2012, 09:11 Uhr
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Abseits

Im Zweifelsfall nichts tun


Von Tamara Arthofer



Da hat Fifa-Boss Sepp Blatter den zweiten Giganten des Weltsports, Jacques Rogge, ganz schön in die Bredouille gebracht. Weil Blatter vor einer Woche (erstmals schwarz auf weiß) als Mitwisser im ISL-Schmiergeldskandal geoutet wurde und Rogge als IOC-Chef so kurz vor Olympia besonders im Rampenlicht steht, wurde der Belgier nun also auch zu dieser Causa befragt. Wird es Ermittlungen geben? Immerhin ist Blatter schon viele Jahre Mitglied im IOC und dieses angeblich besonderen moralischen Ansprüchen verpflichtet.

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Natürlich hat Rogge auch darauf eine Antwort: "Wir haben in unserer Exekutive über dieses Thema gesprochen, und unsere Ethik-Kommission hat uns empfohlen, die Entscheidung der neuen Ethik-Kommission der Fifa abzuwarten, die in der vergangenen Woche ins Leben gerufen wurde", sagte er. Verschwurbelter kann man ein Nein kaum formulieren. Aber er werde selbstverständlich mit Blatter reden, beruhigte er. Na bitte, dann kann ja nichts mehr schief gehen. Reden ja, handeln nein. Das ist seit jeher Rogges Devise. Damit macht man sich zumindest keine Feinde. Aber noch weniger ein Vermächtnis als Aufklärer, der Rogge ja so gern sein will.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-23 17:17:03
Letzte Änderung am 2012-07-24 09:11:25


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