• vom 30.08.2012, 01:00 Uhr

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Bettenhüpfen mit der Motivforscherin


Von Christina Böck

Es ist eine der letzten großen Fragen der Königshaus-Berichterstattung: Was zum Geier hat Helene Karmasin damit zu tun? Der ORF lädt die Motivforscherin bekanntlich zu jeder adeligen Hochzeit bis Bestattung. Damit sie dann erklären kann, warum das Brautkleid weiß ist und der Himmel blau. Unschätzbar ihre Expertise bei der Hochzeit von Prinz William, als Premier Cameron mit seiner Ehefrau Hand in Hand auftrat: "Die haben sich offenbar gern." Auch in der neuen ORF-Dokuserie "Die Royals" ist Helene Karmasin dabei. Diesmal erklärte sie, warum es wichtig ist, dass Könige ihre Königinnen betrügen. Damit den Untergebenen klar wird, dass man so etwas nicht machen soll. Da müssten die Engländer zur Zeit von Henry VIII. viel gelernt haben. Der war aber nicht Thema in der Folge. Als einer der wenigen. Denn die Doku von Lisbeth Bischoff versuchte so ziemlich jeden blaublütigen Fremdgeher ever in diese Folge zu pressen - was das Ganze wie ein orientierungsloses Bettenhüpfen wirken ließ. Dazwischen spazierten Bischoff und Alfons Haider durch Wien und erzählten sich in bizarren Dialogen zum Beispiel, warum der Erste Weltkrieg ausbrach. Was ausnahmsweise gar nichts mit einer Frau zu tun hatte. Aber wenn man schon mal im Heeresgeschichtlichen Museum ist. Vielleicht liegt es auch an der Auswahl der geladenen Experten, die wussten, dass etwas "angeblich verbürgt" ist, dass die Doku nicht der große Wurf geworden ist. Aber wie würde wohl Helene Karmasin sagen: So lernt man, dass es auch besser geht.

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Schlagwörter

Royals, Medienkritik

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-29 16:23:14
Letzte Änderung am 2012-08-29 16:32:23


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