• vom 13.09.2012, 20:00 Uhr

Kommentare


UEFA

Die Geister, die man rief




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Tamara Arthofer

  • Abseits



Am Freitag ist er da, der Tag der Entscheidung für Rapid. Nach der Berufungsverhandlung bei der Uefa wird endgültig feststehen, ob die Hütteldorfer die 75.000 Euro Strafe für die Ausschreitungen in Saloniki bezahlen und - noch wichtiger - das erste Heimspiel in der Europa League gegen Rosenborg Trondheim am kommenden Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen müssen. Oder auch nicht. Wenn die Berufung nämlich nicht durchgeht, bleibt Rapid noch der Gang vor den obersten Sportgerichtshof, dann könnte das Geisterspiel eventuell verschoben werden. Ob das eine gute Idee ist? Schließlich könnte es sein, dass dann das (attraktivere) Spiel gegen Leverkusen oder das vielleicht entscheidende abschließende Match gegen Charkiw betroffen ist. Der Einspruch ist das gute Recht des Klubs, doch er tut gut daran, sich nicht nur mit dem drohenden Geisterspiel zu beschäftigen, sondern mit anderen Geistern - jenen, die er einst selbst rief. Die Sankt-Hanappisierung hat schließlich viel dazu beigetragen, dass einige Fans den Kult auf die Spitze trieben. Natürlich ist dies nur eine Minderheit. Und es ist nicht abzustreiten, dass der überwiegende Teil der Fans zu den größten Stimmungsmachern Europas zählt - im positivsten Sinn. Doch eben diese Fans haben es verdient, vor Radaubrüdern geschützt zu werden. Mit der angekündigten Einbettung eines Sozialarbeiters in die Fanarbeit und dem Ausschluss von Fangruppen, die dem Verein "direkt oder indirekt Schaden zugefügt haben", sind erste Schritte in diese Richtung getan. Das ist vielleicht noch wichtiger als die Entscheidung am Freitag - wie immer sie auch ausfällt.

Werbung

Nachlese:
Biedermann, Brandstifter




Schlagwörter

UEFA, Abseits

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-09-13 18:20:04
Letzte Änderung am 2012-09-13 18:27:06


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Alleinerziehende Mutter legt sich mit den Reichsten der Welt an
  2. Fritz lernt nur einen Gott kennen
  3. Wer einmal dopt, dem glaubt man nicht
  4. Wahrheit wird unerheblicher
  5. Das Hemd des Anstoßes
Meistkommentiert
  1. Fritz lernt nur einen Gott kennen
  2. Was man nicht alles für den Olympia-Traum tut
  3. Politiker, die nicht genug Macht haben, sind längst Freiwild

Werbung




Martin Winter als "Don Juan" (Mitte) und das Ensemble vom Wiener Staatsballett in "Don Juan" in der Volksoper in Wien. Siehe dazu auch: <a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/708343_Wuestling-dreigeteilt.html" target="_blank"> Wüstling, dreigeteilt</a>

Der Pavillon X am Otto-Wagner-Areal. Das gesamte Areal bleibt im Eigentum der Stadt Wien. Nutzungsrechte für die Pavillons werden nur zeitlich begrenzt und für geeignete Nutzungsformen vergeben werden. Schneebedeckte Häuser in West Seneca im US-Bundesstaat New York. Für Donnerstag werden weite Schneefälle erwartet.

Die Fleischerei RINGL in der Gumpendorferstraße ist einer der letzten "traditionellen" Betriebe in Wien, die alles selbst machen. 21.11.2014: Kein nebeliger Tag, sondern trister Alltag in China. Das Land versinkt bis zu den Spitzen der Wolkenkratzer immer mehr im Smog. 

Werbung