• vom 24.09.2012, 20:28 Uhr

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Plachutta statt Schopenhauer


Von Eva Stanzl


© Robert Newald © Robert Newald

Sie suchen eine neue, herausfordernde und abwechslungsreiche Tätigkeit? Die Wirtschaftsuni Wien sucht eine/n Mitarbeiter/in im Programm- und Qualitätsmanagement zur Koordination strategischer Projekte. Falls Sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium und Berufserfahrung haben, können Sie sich bis 10. Oktober bewerben. Im Erfolgsfall winken 2079 Euro brutto (=1450,78 netto) im Monat. Können Sie hingegen journalistische Erfahrung nachweisen, sollten Sie die Stelle des Pressesprechers der Uni Linz anstrengen. Sie würden mit 2532 Euro brutto (1686,46 netto) im Monat einsteigen - immerhin genauso viel wie ein leitender Wissenschafter, den die Uni Salzburg sucht. Blöd nur, dass dieser Job im Unterschied zu dem als Pressesprecher auf ein Jahr befristet ist. Besser aber, Sie vergessen Ihre akademischen Würden und werden Mädchen oder Mann für alles. Denn die nächste Anzeige (gleich unter dem Bettel der Salzburger Uni) hat’s in sich: "Hausdame (m/w) für gehobenen Privathaushalt gesucht." Voraussetzungen: Erfahrung in der Haushaltführung, eigenverantwortliches Arbeiten, vorzügliche Kochkenntnisse, ausgezeichnete Umgangsformen, Führerschein. Geboten werden 2400 Euro netto und offenbar ein Dienstwagen. Und wetten, dass aus der Cuisine auch noch was abfällt, das mit einem kleinen Gratisschluck aus der Hausbar abgerundet werden kann. Vergessen Sie also die Uni-Jobs, die sind ohnedies schon vergeben, bevor die auferlegten Ausschreibungen das Licht des Tages erblicken, schreiben Sie Ihre Bewerbung unter 28.002 an chiffre@derstandard.at und lesen Sie Plachutta statt Schopenhauer.

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Dokument erstellt am 2012-09-24 17:53:07


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