Für gefühlsbetonte Betroffenheitsberichte über Prominente und deren Schicksale brechen ORF-Redakteure bevorzugt in den Prater auf, wo sie im "Blumenrad" und ähnlichen Fahrgeräten mehr ein treffendes Sinnbild für das Aufi-und-Obi, das Juche-und-Herrschaftszeiten oder den sonstwie genannten Kreis- und Hürdenlauf des Lebens zu finden glauben. Am Montag war Peter Rapp angehalten, ein-, auf- und abzusteigen, um für "Thema" aus dem Nähkästchen seiner Erfahrung im Fachbereich Leben zu plaudern.
In bester Tritsch-Tratsch-Manier sollte es dabei nicht nur um "einen der legendärsten Entertainer des österreichischen Fernsehens" und dessen Karriere zwischen Erfolgsformaten wie "Wer A sagt", "Champion", "Licht ins Dunkel" und "Die Große Chance" gehen, sondern auch um vielfach breitgetretene private Schicksalsschläge und berufliche Dämpfer. Gewohnt charmant und sympathisch verwies Peter Rapp, zur Geschäftstüchtigkeit gezwungen, als Biograf seiner selbst ("Mein Versuch, niemals aufzugeben" ) allerdings darauf, dass man derlei auch nachlesen könne.
Wer die "Brieflos-Show" 22 Jahre lang moderiert, ohne (wie etwa Bill Murray in "Groundhog Day") täglich ans Sterben zu denken, der meint es nicht nur ernst, er nimmt auch einen Gastauftritt bei "Thema" mit der stoischen Gelassenheit seiner Lebensbewältigungsmaxime. Augen zu und durch, es hilft ja nix - und niemals bitter werden! Mehr Peter Rapp ist gleich weniger Burnout.
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