• vom 06.03.2017, 15:27 Uhr

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Update: 06.03.2017, 15:41 Uhr

Leserbriefe

Leserbriefe: Frauenwoche in der "Wiener Zeitung"




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    Weltweite Demonstrationen für Frauenrechte , hier in Ankara am 8. März 2016. - © Foto: afp/Adem Altan

    Weltweite Demonstrationen für Frauenrechte , hier in Ankara am 8. März 2016. © Foto: afp/Adem Altan

    Zum Leitartikel von Solmaz Khorsand, 4. März

    Besserstellung der Teilzeitarbeit

    Mein Herz hüpfte vor Freude, als ich den Leitartikel der Wochenendausgabe las - ich freue mich auf die Ausgaben der kommenden Woche besonders.

    Dass Frauen viel öfter und länger in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen arbeiten, wird für meine Begriffe zu negativ dargestellt. Ich arbeite selbst aus tiefster Überzeugung nicht Vollzeit und lasse mich dadurch bewusst nicht in das materialistische Hamsterrad einspannen, das die Wirtschaft mir umhängen will. Ich genieße die Zeit mit meiner Tochter, so gut ich kann, und schlüpfe genauso gern in meine berufliche Rolle.

    Das Problem sind doch die unterschiedlichen Pensionen, die sich daraus ergeben, und da hätte ich einen pragmatischen Vorschlag: Der Besserverdiener zahlt 50 Prozent der Differenz an den Partner oder die Partnerin. Inklusive Pensionsanteil. Gesetzlich verankert und nicht auf freiwilliger Basis, versteht sich. Als Dankeschön, dass der Partner beziehungsweise die Partnerin sich mehr den Kindern und dem Haushalt widmet. Das kostet den Staat nichts und dann hätte man als Anerkennung endlich mehr als einen feuchten Händedruck.

    Sigrid Thanhäuser,

    1070 Wien

    *



    Liebe Redaktion, Gratulation zu dem Schritt und ein Riesen-Dankeschön an die Autorin für den klugen und pointierten Artikel!

    Anna Müller-Funk,

    per E-Mail

    *

    Na dann legen Sie los, Frau Khorsand! Schreiben Sie objektiv und aggressiv über die testosterongeschwängerte, weiße Altmännerwelt, in der wir leben. Eine Welt voller Gier, Neid, Lügen und Intrigen. Decken Sie alles auf und prangern Sie die Unzahl der Missstände an. Ich wünsche Ihnen viel Glück auf dem Weg der Recherche und ebenso viel Ausdauer, um den Willen, etwas zu verändern, nicht zu verlieren. Seien Sie aber nicht zu enttäuscht, wenn Sie eines Tages nur noch für das Stinatzer Kirchenblatt schreiben dürfen, denn meistens reagiert die von Ihnen angeprangerte Herrscherclique so auf ihre Kritiker oder man versucht einfach, Sie zu kaufen, um aus Ihnen eine Streicheljournalistin zu machen. Viel Glück und alles Gute.

    Thomas Richter,

    per E-Mail

    *

    Lange hat es gedauert, ein wichtiges Zeichen aus dem hoffentlich die Norm wird. Von Frau Khorsand möchte ich öfter noch Leitartikel lesen!

    Elvira Feistl,

    per E-Mail

    *

    Falsch, Frau Khorsand, denn Kleidung, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter, et cetera sollten 2017 keine Qualifikationsgrundlagen mehr bilden, wenn es darum geht, wer "in der ersten Reihe" stehen soll und wer nicht.

    Mag. Stephan Fischer,

    per E-Mail

    *

    Was soll Ihr Gastkommentar (nach 314 Jahren) Leserinnen wie mir mitteilen? 30 Prozent des Textes benützen Sie, um sehr aufwendig und mit vielen Redundanzen darauf hinzuweisen, dass am 8. März "Internationaler Frauentag" ist. Dann kommen Verkettungen von Reizwörtern wie "Perspektivenwechsel" "Commitment" und "Diversität", die ausdrücklich keine Verkettungen von Floskeln sein sollen, es aber sind. Dann kommen "Wirtschaftspolitik", "Intervention", "weiße Männer in schwarzen (?) Anzügen, die die Bildästhetik der Zeitungen dominieren". Dann kommt die Verkettung von "kompetenten Frauen" mit "kompetenten Migranten" und schließlich am Schluss bitten Sie uns, "genauer hin(zu)sehen".

    Ja, wohin sollen wir sehen, Frau Solmaz Khorsand?

    Beatrice Landman,

    per E-Mail

    *

    Eine lange Zeit. Hinterfragen, warum es so war, ist jetzt nicht sinnvoll, vielmehr soll die Freude darüber im Vordergrund stehen, verbunden mit der Hoffnung, dass auf den nächsten Leitartikel, den eine Frau schreibt, nicht wieder 314 Jahre vergehen.

    Wolfgang Handl,

    per E-Mail

    Zum Artikel vom 4. März

    Auch Männer feiern den Frauentag

    Für mich (Mann) gibt es keinen Unterschied an Würde, Bedeutung, Wertschätzung oder Rechten von Menschen unterschiedlichen Geschlechtes, unterschiedlicher Hautfarbe oder Religion. Frauen- oder Männertage feiere ich gerne mit, sowie ich auch an Geburtstags- oder Namenstagsfesten von Bekannten (wieder beiderlei Geschlechtes) gerne teilnehme. Das diskriminiert weder den/die Feiernden, noch alle jene, die zufällig gerade nicht gefeiert werden.

    Daher trete ich auch bei einer Veranstaltung des Penclubs im Theater an der Wieden am Weltfrauentag auf. Ich (als Sänger) und der von mir ausgesuchte Pianist sind die zwei einzigen männlichen Mitwirkenden an dem sonst von Damen organisierten und gestalteten Abend über berühmte Frauen in Literatur und Musik. Ich bin stolz darauf, von den Veranstalterinnen eingeladen worden zu sein, und sehe es als große Ehre an, dabeisein zu dürfen. Dass meine Tochter mitwirkt, freut mich natürlich noch mehr (stolzer Vater).

    DDr. Johannes Kirchner,

    per E-Mail



    Zum Editorial von Reinhard Göweil, 4. März

    Besser wäre ein Miteinandertag

    Weltfrauentag = Verhetzung der Frauen gegen die Männer! Oder glaubt wirklich jemand, dass durch weitere Radikalisierung des Feminismus was besser wird? Im Gegenteil, jene, die es angehen sollte, werden sich nicht drum kümmern, und zwischen jene, die eh guten Willens sind, werden weiter Keile getrieben! Predigt endlich das Miteinander und nicht das Gegeneinander, predigt endlich den Eheleuten, dass sie einander ergänzen sollen, dass sie eins werden sollen - zum eigenen Wohle und dem der Kinder, anstatt ständig Wege aufzuzeigen wie man/frau schnellstens aus der Ehe flieht!

    Alex Kapf,

    per E-Mail

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-03-06 15:33:09
    Letzte ─nderung am 2017-03-06 15:41:44



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