Rollstuhlfahrer am Opernball
Als Mitglied des Bundesbehindertenbeirates protestiere ich gegen den Ausschluss eines Rollstuhlfahrers vom heurigen Opernball.
Insbesondere, wenn der ORF die Eröffnung seinerzeit durch die Behindertengruppe "Wir sind OKAY" noch extra preist.
Ich bin überzeugt, dass es Möglichkeiten gegeben hätte, den behinderten Menschen am Großteil der Veranstaltungen teilnehmen lassen zu können. Auch in großen Menschenansammlungen muss es Möglichkeiten für behinderte Menschen geben.
Ich ersuche, entsprechende Überlegungen für den Opernball 2013 anzustellen.
Mag. Franz Karl,
Präsident des Wiener Behindertensportverbandes
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Mit Bestürzung habe ich die Darstellung einer Besucherin beim heurigen Opernball gelesen. Leider decken sich ihre Erfahrungen mit denen, die ein Mitglied unseres Verbandes beim Besuch des Opernballes im Jahr 2005 gemacht hat.
Es wurden also während der letzten sieben Jahre keinerlei Schritte unternommen, um die Barrierefreiheit des Opernballs zu erhöhen. Ich finde es sehr bedauerlich, dass ein Event mit weltweiter Ausstrahlung, wie es der Opernball ja zweifellos ist, das Thema der Barrierefreiheit ignoriert. Dies entspricht nicht den Standards der Political Correctness.
Aus den mehrjährigen Erfahrungen der Abhaltung des Balls des Sports im Wiener Rathaus kann ich mitteilen, dass die Teilnahme von Rollstuhlfahrern im Rahmen eines solchen Events kein Problem, auch nicht hinsichtlich der Sicherheit, darstellt.
Mag. Margit Straka,
Vorstandsmitglied des Österreichischen Behindertensportverbandes
Geplanter Bau des Abgasturmes in Eßling
Gegen Abgase hilft nur, die Autobahn nicht zu bauen. Zu glauben, wenn man einen der Abgastürme ein paar Meter von Eßling wegrückt, könnten Anrainer aufatmen, ist ein gefährlicher Irrtum.
Auch in Raasdorf und Groß Enzersdorf, wo der Abgasturm dann näher hinkäme, leben Menschen. Die dasselbe wollen wie Esslinger, Tiere, Pflanzen und Erholungssuchende des Nationalparks: atmen.
Schadstoffe verteilen sich überall hin. Ganz Wien sowie weite Teile Niederösterreichs, die durch die geplanten Transitschneisen betroffen wären, sind Feinstaub- und Stickoxid-Sanierungsgebiete - schon jetzt. Die Luft hier ist auch ohne all diese Autobahnen gesundheitsgefährdend. Da hilft nur Autobahnbaustopp und stattdessen Öffis und Radwege auszubauen.
Jutta Matysek,
1220 Wien
Ein grobes Foul der Regierung
Zur Analyse von Walter Hämmerle, 18. Feber
Ich habe mir schon länger Gedanken über die Verkleinerung des Ministerrats gemacht. Werden Ministerien aufgelöst, erhebt sich die Frage, ob einige gar nicht ausgelastet waren, wenn die Agenden so einfach zusammengelegt werden. Da müssten wohl die Beamten mit übersiedeln, also im Amt bleiben. Ohne die Minister kann man vielleicht auskommen, aber auch ohne die Ministerien?
Geht es nur um die Regierungsmitglieder, könnte das gleiche Sparziel erreicht werden, indem die Gehälter der übrigen Minister addiert und dann auf die beibehaltenen Stellen aufgeteilt werden.
So könnte die Regierung halbwegs glaubwürdig demonstrieren, dass sie tatsächlich auch selbst und an sich selbst spart.
Christine Preyer,
per E-Mail
Wer wird bei den Maßnahmen noch Soldat?
Ein Berufsheer kostet mehr Geld, und das ist ja wohl unbestritten. Durch das Sparpaket bekommen die Soldaten weniger Gehalt. Aber wer wird sich für den gefährlichen Dienst, zum Beispiel für Auslandseinsätze, dann noch melden? Die wichtigste Motivation für solche Einsätze ist wohl die Bezahlung. Und wenn ein Berufssoldat wenig bezahlt bekommt, dann wird sich wohl auch niemand freiwillig melden.
Es ist doch das völlig falsche Signal von Verteidigungsminister Norbert Darabos, wenn er den Soldaten Geld wegnimmt, gerade wenn er ein Berufsheer ausprobieren will. Da werden dann wohl nur die Parteisoldaten übrig bleiben. Oder die Randgruppen der Gesellschaft. Und beides ist schlecht für Österreich.
Rene Stangeler,
2654 Prein an der Rax