Dürfen sich Radfahrer wirklich alles erlauben? Ein Radfahrer fährt ungebremst in eine Touristengruppe. Ungebremst deshalb, weil sein Rad über keine Bremsen verfügt hat. Folgen: verletzte Touristen und Fahrer.
Was aber, wenn sich einer der Fußgänger eine wirklich ernsthafte Verletzung zugezogen hätte?
Der Radfahrer hat sein Rad wahrscheinlich nicht versichert, da es ja keine Registrierpflicht gibt. Wie reagiert Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf solche hoffentlich selten vorkommenden Unfälle?
Erschreckend ist, dass dieser Radfahrer so unverantwortlich gehandelt hat und mit einem sogenannten "Bahnrennrad" unterwegs war, welches über keine Bremsen verfügt. Anscheinend verfügte das Rad auch über keine Klingel, da die Fußgänger den ankommenden Radfahrer nicht gehört haben.
Radfahrer haben keine Narrenfreiheit, sie haben sich exakt an die Straßenverkehrsordnung zu halten und sollten generell versichert und registriert sein.
Peter E. Drechsler,
6900 Bregenz
Filmförderung in Österreich ist Alibibeitrag
Man sollte doch meinen, dass sich ein Land, das touristisch so sehr auf sein künstlerisches Erbe pocht wie Österreich, gierig auf alles stürzt, was dieses Image unterstreicht. Jetzt ist Österreich zwar keine Film-Weltmacht, aber, angesichts der seit den späten 1980ern anhaltenden Auszeichnungswelle bei namhaften Festivals, doch wesentlich mehr als ein Geheimtipp unter Cineasten.
Die "Alles-ist-gut-wenn-wir-nur-singen"-Heimatfilme sind überwunden, die filmische Aufarbeitung der historisch, politisch und sozial dunklen Flecken hat längst begonnen. Lustig ist das meistens nicht, aber das ist Mimís Tod in "La Boheme" auch nicht.
Sehr lustig hingegen ist der Glaube der Politiker, ein Alibibeitrag zur Finanzierung dieser Filme würde sie zum medialen Klopfer auf des frisch ausgezeichneten Künstlers Schultern berechtigen.
Da wird gerne einmal ein Film als "Made in Austria" geehrt, der in Wahrheit von deutschen oder französischen Geldern lebt. Kurios wird dies dann beim medialen Gerangel, wem der Oscar, die Goldende Palme oder andere Preise denn nun wirklich gehören.
Zusagen, die Förderung zu erhöhen, gab es häufiger, meist vor laufenden Kameras. Bewegt hat sich in dieser Sache kaum etwas.
Es gilt hier offenbar, dass eine Hand, die gerade andere Hände schüttelt, nicht gleichzeitig ins Geldbörserl greifen kann. Vielleicht sollte man den zuständigen Politikern einmal erklären, dass Kunst nicht nur von Können, sondern auch von Kohle kommt. Wenns mit Nix auch gehen würde, hieße es ja Nunst.
Und vielleicht könnte man ja ebenfalls einmal erfragen, warum die angeblich so stark mitfinanzierten Filme großteils zu einer Zeit gesendet werden, die sogar der Schneeräumdienst als unchristlich empfindet. Filme gehören gesehen, und zwar nicht nur auf ORF III oder Arte. Daher: keine Angst vor Drama, österreichischer Fußball wird schließlich auch angesehen.
Mag. Jasmin Klepeisz,
2372 Gießhübl
Chaotische Zustände außerhalb der Pickerlzone
Das überaus undurchdachte Konzept der Parkraumbewirtschaftung zeigt bereits seit dem ersten Tag des Inkrafttretens, welch ein Stuss da fabriziert wurde. In den parkpickerlfreien Zonen des 14. und 16. Bezirkes, in denen viele Menschen mit Autos wohnen, ist eine Parkraumnot in Kraft getreten, welche man nur als katastrophal bezeichnen kann.
Anrainer, die bisher einen Parkplatz fanden, stehen nunmehr vor zugeparkten Straßenzügen, in welche all jene abgewandert sind, die kein Recht auf ein Parkpickerl in den neuen Zonen der "Parkraumbewirtschaftung" haben oder sich einfach die Kosten für ein solches sparen wollen.
Vornehmlich jedoch haben Autofahrer mit ausländischen und aus den Bundesländern stammenden Kennzeichen die kostenlosen Parkplätze für sich entdeckt, die sie nun in Anspruch nehmen.
Jene, die aufgrund ihres Hauptwohnsitzes und der Zulassung ihres Kraftfahrzeuges ein Anrecht auf ein Parkpickerl im Bezirk hätten, aber nicht brauchen, da sie in einer pickerlfreien Zone wohnen, können nicht mehr in den nicht bewirtschaftenden Zonen parken, da diese Zonen von Ortsfremden "übernommen" wurden.
Wohin also mit den Autos der Anrainer? Die Freude der Autobesitzer über die unselige Entwicklung in den pickerlfreien Zonen im 14. und 16. Bezirk, deren Parkmöglichkeit nunmehr von Ortsfremden genutzt wird, hält sich naturgemäß in Grenzen.
Und zu guter Letzt, auch Zahler eines Parkpickerls für den 14. und 16. Bezirk können sich dasselbe an den Hut stecken, wenn sie anhand der Aussparung bestimmter Gebiete, im eigenen Bezirk keinen Parkplatz finden. Das soll ein Verkehrskonzept sein?
Na, danke, sogar einem nicht besonders Klugen ist klar, dass so ein Murks nicht funktionieren kann.
Annemarie Häusler,
per E-Mail
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