• vom 17.10.2012, 11:39 Uhr

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Update: 17.10.2012, 13:03 Uhr
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Leserbriefe vom 18.10.

Leserforum: EU, Friedensnobelpreis, Globalisierung



  • Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union

Wir sind Nobelpreisträger
Friedensnobelpreises an die EU als schlechtes Omen?

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Analysieren wir einmal die fragile Situation in Europa: Massendemonstrationen in Spanien, Portugal und Griechenland, Hochstilisierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Deutschland zum Feindbild, zerstrittene EU-Länder, die alle in erster Linie Eigeninteressen verfolgen.
Auch die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU kann nicht kaschieren, dass sich diese in der schwierigsten Lage seit Gründung befindet und einem Pulverfass gleicht, welches jederzeit explodieren kann. Der Stifter war nicht umsonst Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits.

Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail

Perfektes Timing für die Verleihung an die EU

Europa und seine Bürger haben den Friedensnobelpreis verdient. Wir alle 500 Millionen Einwohner der 27 Staaten haben den Preis verdient.
Das Leben der Menschen innerhalb der Europäischen Union ist zusammengewachsen. Wir haben es geschafft, den Frieden zu fördern und Sicherheit und Wohlstand zu schaffen. Und darauf können wir stolz sein.
Die Würdigung wurde zur richtigen Zeit zuerkannt. Europa ist großartig. Hier darf man seine Meinung frei äußern, seine Religion ohne Angst frei ausüben und frei reisen. Dafür können wir dankbar sein und sollten diese Freiheit zu schätzen wissen. Darüber hinaus dient diese Auszeichnung als Ermutigung, so weiterzumachen und uns weiter zu entwickeln. Wir sollen den Mut nicht verlieren, insbesondere nicht in schwierigen Zeiten. Trotz der Krisen weiter zusammenzuhalten, stärkt und schweißt zusammen.
Die EU steht auch künftig in der Verantwortung und Pflicht, den Frieden aufrechtzuerhalten. Wenn die EU sich nun auf ihren Lorbeeren ausruhen würde, hätte es fatale Konsequenzen. Selbstzufriedenheit würde sich auf den Frieden und die Demokratie schädlich auswirken.
Natürlich ist nicht alles schön und gut in Europa, darum geht es aber gar nicht. Wichtig ist, das Wesentliche zu würdigen, zu erinnern und zu fokussieren, nämlich die gelungene Förderung von Demokratie und Frieden. Der Zweite Weltkrieg ist vergangen, der Kalte Krieg ist beendet und der schreckliche Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien wurde in Frieden verwandelt.
Auch wenn es viele Jahre gedauert und Menschleben gekostet hat, so haben sich die diplomatischen Bemühungen gelohnt. Es kann als Meisterstück politischer Arbeit angesehen werden, dass die Menschen nicht mehr zu ihren Waffen greifen.
Das Konstrukt Europa verläuft ganz im Sinne des Willens von Alfred Nobel, der sich in seinem Testament für eine antimilitärische Friedensbewegung und Verbrüderung der Nationen ausgesprochen hat.






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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-17 11:44:03
Letzte Änderung am 2012-10-17 13:03:50


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