Die Krise der EU schürt Ängste
Zur Stimmungslage der Bürger
Das Problem der EU ist nationales Interesse
Das Problem der Europäischen Union sind nicht die Gründungsverträge der EU. Der ESM bedeutet den Ruin für die europäische Wirtschaft, auch wenn einige Herrschaften das nicht erkennen können.
Andreas Sarkis,
per E-Mail
Abspaltungswunsch durch gemeinsame Schulden
Wir haben eine Wirtschaftskrise, die unbestritten ist und welche andere Problemfelder überdeckt hat. Die Machthaber konzentrieren sich auf die Eurorettung, die man durch eine Vergemeinschaftung der Schulden bewerkstelligen will, was bewirkt hat, dass die Staatsschulden in Europa bedrohliche Höhen erreicht haben.
Diese Entwicklung und vor allem auch die Gefährdung des Wohlstandes in reicheren Regionen macht der Bevölkerung Angst, weshalb es zu Abspaltungstendenzen kommt.
Je stärker empfunden wird, dass die übergeordnete Einheit gegen regionale Interessen handelt, umso stärker wird der Freiheitskampf.
Mag. Robert Cvrkal,
per E-Mail
Stimmungslage im Volk hindert Demokratie
Angesichts der Eurokrise fühlen sich so viele Menschen ratlos und empfinden Ohnmacht.
Getriebenheit oder Ohnmacht sieht man auch bei den Politikern. In dieser Situation gibt es viel Skepsis gegenüber der Forderung nach mehr Brüssel. Wenn alles noch komplexer wird, wird die Nähe zwischen Bürgern und Politik nicht zu-, sondern weiter abnehmen.
Wenn sich die Ohnmachtsgefühle und die Machtlosigkeit weiter verstärken, verheißt dies keine gute Zukunft. Zu große Gebilde könnten dann rasch wieder zerbrechen. Politik kann offenbar nur mehr reagieren, auf Finanzmärkte, auf globale Ereignisse und Entscheidungen.
Demokratie verträgt sich nicht mit wachsender Ohnmacht, mit immer mehr Fatalismus. Da kann noch so viel Schönrederei über die Demokratie und ihren Wert nicht hinweghelfen. Die Bürger und ihre Mitbestimmung werden zwar beschworen, aber ihre wirkliche Stimmungslage wird nicht ernst genommen und schon gar nicht als dringender Anlass zur Korrektur durch konkretes Handeln gesehen.
Zum Essay von AndreasWirthensohn, 15. JuniDie Freiheit der LiteraturfreundeDas Schöne am Buchmarkt ist die weitgehende Irrelevanz von Interpreten...weiter
Zum Leitartikel vonReinhard Göweil, 16. JuniDie EU denkt zu wenig an die Interessen ihrer BürgerEuropa hat in Wahrheit keine eigene Identität...weiter
Zum Artikel von 12. JuniDer Justizskandal um die bayrische HypoVereinsbankDanke für die objektive und neutrale Berichterstattung...weiter