Staatliche Behörden werden in ihrer Aufsichtspflicht behindert - Zur Aufbewahrung der nationalen Goldreserven
Eben sah ich im Nachrichtensender NTV einen Bericht über die Aufbewahrungsplätze des deutschen Goldes. Der Herr von der Börse, der wohl kaum als Verschwörungstheoretiker verdächtig ist, machte da schon Bemerkungen, die aufhorchen ließen.
Nachdem die deutsche Regierung beziehungsweise die Deutsche Bundesbank über Jahre mit vagen Angaben bis hin zu Ausflüchten auf Nachfragen nach dem Verbleib der deutschen Goldreserven reagiert hatte - übrigens ähnlich die österreichischen Stellen bezüglich des österreichischen Goldes -, hat jetzt der deutsche Rechnungshof anscheinend Daumenschrauben angesetzt und eine Inventur der jahrelang unkontrollierten Bestände vor Ort durchgesetzt.
Der Börse-Vertreter bemerkte zu Recht, dass besorgte Nachfrager bisher pauschal als Verschwörungstheoretiker diffamiert wurden und erwähnte süffisant, dass es den Verantwortlichen nicht zu blöd war, fehlende Kontrollen mit nicht vorhandenen Besucherräumen zum Zählen und Wiegen der zu kontrollierenden Goldbestände zu begründen.
Was feststeht, ist die Tatsache, dass das deutsche Gold weitgehend in Paris, London und vor allem New York gelagert ist. Die Begründung lautet, es wurde auch dort gekauft.
Weiters verwies der Herr von der Börse auf den nicht unbedeutenden Umstand, dass die Bundesbank in ihrer Bilanz in der Position Gold und Goldforderungen zwei unterschiedliche Tatbestände zusammenfasst. Ein eventuell verliehenes Gold, das vielleicht gar nicht mehr im Depot der Bundesbank lagert, wird nicht separat gezeigt.
Ob Österreich eine ähnliche Inventur anstrebt, wird ja hoffentlich bald im Nationalrat gefragt werden, denn einzelne österreichische Abgeordnete haben sich mit den Wischiwaschi-Antworten der österreichischen Offiziellen auch nie zufrieden gezeigt.
Ein interessanter Nebenaspekt der Goldinformation war auch das Ranking der Goldbesitzer. Weit vorne sind die USA, allerdings heißt es auch dort, dass die Vorräte seit Jahrzehnten nicht nachgezählt wurden, danach folgt Deutschland und als Nächster kommt Italien.
Interessant, zählt doch dieses Land in der EU zu den Krisenstaaten und steht bei den reichen Nachbarn im Norden um Unterstützung an.

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